Verwechslungsgefahr bei Krankheiten
Fatale Folgen: Die zehn gefährlichsten Fehldiagnosen
VonJudith Braunschließen
Falsche Diagnosen können für Betroffene schwerwiegende Konsequenzen haben. Bei diesen Erkrankungen kann es zu einer folgenschweren Nicht-Identifizierung kommen.
Laut Erhebungen kommt es in bestimmten medizinischen Fachrichtungen zu einer relativ hohen Fehlerquote bei Diagnosen. So sollen Allgemein- oder Notfallärzte eine Fehlerquote von rund zehn Prozent aufweisen. Auch bei der Diagnose psychischer Erkrankungen liegen Mediziner bisweilen falsch. Infolgedessen kommt es auch häufig zu Überdiagnosen in diesem Bereich.
Folgen von Fehldiagnosen: Gefahr der falschen Behandlung
Bei einer Fehldiagnose kann es zu gefährlichen Folgen für den Patienten kommen. Zum einen drohen Nebenwirkungen durch unnötig verabreichte Medikamente. Gleichzeitig bleibt die ursächliche Erkrankung in diesen Fällen meist unbehandelt. Daher bildet die Sicherheit bei Diagnosen die Basis für jede weitere therapeutische Maßnahme. Dabei gibt es verschiedene Faktoren und Gründe für die Verwechslung von Krankheiten, der Nicht-Identifizierung von Erkrankungen oder der Feststellung falscher Diagnosen.
Insbesondere kognitive und systemische Faktoren werden in diesem Zusammenhang genannt. Häufig entstehen diagnostische Fehler jedoch durch eine Kombination der beiden Faktoren. So kann es bei Ärzten zu falschen Schlussfolgerungen und dadurch zu einer Fehldiagnose kommen. Eine Diagnose wird beispielsweise basierend auf kürzlich gesehenen Fällen gestellt und nicht auf einer umfassenden Analyse von allen Informationen, die dem Arzt zur Verfügung stehen. Kommt dann noch Zeitdruck – wie er häufig unter Hausärzten und Notfallmedizinern herrscht – hinzu, kann es manchmal zu falschen Diagnosen kommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) machte deshalb auf dem jährlich stattfinden Welttag der Patientensicherheit auf die Ursachen des Problems aufmerksam und zeigte bereits bestehende Lösungsansätze auf.
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