Schutz vor Krankheiten

Impfungen für Erwachsene von Corona bis Grippe: Welche Empfehlungen gelten

Ein Impfbüchlein, in dem die Spalte „Tetanus“ grün markiert ist
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Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, wird durch Bakterien verursacht. Diese finden sich zum Beispiel in Erde und Tierkot. Gegen die gefährliche Krankheit Tetanus kann man sich in Form einer Impfung immunisieren lassen. Die Grundimmunisierung hat man im Idealfall als Säugling bekommen. Die ersten Auffrischimpfungen empfiehlt die Stiko ab einem Alter von fünf Jahren. Ab dem 18. Geburtstag sollte eine Auffrischimpfung alle zehn Jahre erfolgen, heißt es weiter vonseiten der Ständigen Impfkommission.
Frau fasst sich an Hals
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Diphtherie-Bakterien können Rachenentzündungen, Fieber und starke Schluckbeschwerden auslösen. Unbehandelt kann die Infektion Komplikationen wie Herzmuskelentzündung, Nieren- und Leberschäden oder sogar Lähmungen zur Folge haben. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Grundimmunisierung in Form von drei Teilimpfungen im Säuglingsalter und Auffrischimpfungen ab dem fünften Lebensjahr. Ab dem 18. Geburtstag sollte alle zehn Jahre eine Auffrischimpfung erfolgen, so die Stiko.
Impfausweis
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Der medizinische Fachbegriff für Keuchhusten ist Pertussis. Es handelt sich um eine hochansteckende Infektionskrankheit der Atemwege, die hauptsächlich durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht wird. Zum Schutz vor der Krankheit empfiehlt die Ständige Impfkommission drei erste Impfungen im Säuglingsalter, eine Auffrischimpfung im Kindesalter, eine fünfte Impfung im Alter von neun bis 14 Jahren und eine letzte Auffrischimpfung im Erwachsenenalter.
Ein Mensch wird geimpft
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Viele tragen Pneumokokken-Bakterien im Mund- und Rachenraum, ohne davon krank zu werden. Allerdings ist es möglich, dass eine bakterielle Infektion einsetzt und zu Beschwerden führt. Auch schwere Verläufe sind möglich. So können Pneumokokken Hirnhaut- oder Lungenentzündungen verursachen. Nach einer Grundimmunisierung im Säuglingsalter sollte daher eine Standardimpfung ab dem 60. Lebensjahr verabreicht werden.
Impfpass mit Masern-Impfung
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Die Masern gelten als eine der ansteckendsten Krankheiten des Menschen überhaupt. Ausgelöst wird der Virusinfekt durch das Einatmen infizierter Tröpfchen sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase und Rachen. Weil auch diese Krankheit schwere Verläufe nehmen kann, empfiehlt die Stiko zwei Schutzimpfungen im Säuglings- und Kindesalter. Erwachsene, die nach 1970 geboren sind und nicht wissen, ob sie geimpft wurden, empfiehlt die Stiko eine Standardimpfung. Dasselbe gilt für Erwachsene, die nie eine Masern-Impfung erhalten haben oder nur eine Impfung in der Kindheit hatten.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mit Diagnose „Herpes zoster“
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Gürtelrose (auch Herpes zoster) ist eine Virusinfektion, gegen die man sich impfen lassen kann. Die Stiko empfiehlt die Schutzimpfung allen Ü-60-Jährigen, um schweren Verläufen vorzubeugen.
Frau sitzt krank auf dem Sofa.
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Eine Infektion mit Influenzaviren kann für vorerkrankte und immunschwache Menschen gefährlich sein. Wo gesunde Erwachsene die Grippe meist ohne Komplikationen auskurieren, steigt bei älteren Menschen das Risiko, schwer zu erkranken. Deshalb rät die Stiko Menschen, die älter als 60 sind, zu einer jährlichen Influenza-Impfung.
Ein positiver Corona-Schnelltest im November 2023
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Um schweren Covid-19-Krankheitsverläufen und Long Covid vorzubeugen und das Gesundheitssystem zu entlasten, empfiehlt die Stiko allen Personen ab 18 Jahren eine Basisimmunität bestehend aus drei Antigenkontakten. Dazu zählen Impfungen (mindestens zwei Impfstoffdosen) und Infektionen. Menschen mit erhöhtem Risiko für schweres Covid-19 wie Ü-60-Jährige sollten sich der Stiko zufolge für eine jährliche Auffrischimpfung entscheiden. Diese wird einmal im Jahr im Abstand von etwa zwölf Monaten zum letzten Antigenkontakt verabreicht.
  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Die Veröffentlichungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) gelten als Leitfaden für Ärzte und Bürger gleichermaßen. Welche Immunisierungen die Expertengruppe empfiehlt.

Impfungen sollen zum einen vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Außerdem gelten sie als wichtige Maßnahme, um Infektionsketten zu durchbrechen. Also die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen. Die Stiko spricht in Deutschland Empfehlungen aus für Impfungen, deren Nutzen wissenschaftlich erwiesen ist. Dazu zählen Corona-, Influenza-, Masern- oder Herpes-zoster-Impfung.

Eine Impfpflicht besteht in Deutschland nur in Hinblick auf die Masern-Immunisierung und die Corona-Impfung, letztere allerdings nur für bestimmte Gruppen. Dazu zählen Beschäftigte im Gesundheitsbereich. Alle anderen Impfungen sind optional. Gesundheitsbehörden wie das Robert Koch-Institut (RKI) und die dazugehörige Expertengruppe der Stiko empfehlen eine Reihe von Impfungen allerdings. Nicht nur der Schutz des Einzelnen könne durch Impfungen erreicht werden, sondern auch der Schutz der Allgemeinheit und vor allem der Risikogruppen, so das RKI. Kinderimpfungen beispielsweise schützen nicht nur die Kleinen selbst, sondern tragen auch zur Herdenimmunität bei, die besonders gefährdete Gruppen wie ältere Menschen schützt.

Empfohlene Impfungen können auch langfristige Komplikationen und Folgeerkrankungen verhindern. So verhelfen etwa Corona-Impfungen dazu, das Risiko für Long Covid zu reduzieren.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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