Für Herbst und Winter
Corona-Impfung: Das empfehlen Experten jetzt
Mit steigenden Corona-Zahlen rückt auch die Impfung wieder in den Fokus vieler Menschen. Doch nicht für jeden ist sie tatsächlich sinnvoll. Was jetzt empfohlen wird.
Köln – Nach dem Ende der pandemischen Lage spielte das Coronavirus in den letzten Monaten kaum noch eine große Rolle im deutschen Alltag. Doch seit Wochen steigen die Corona-Zahlen wieder an, sowohl bundesweit als auch in NRW. Angesichts des bevorstehenden Herbsts und Winters rückt dadurch die Corona-Impfung wieder mehr in den Fokus. Wem sie jetzt empfohlen wird, wo man sie bekommt und welche Impfstoffe es gibt.
Erstmals oder Auffrischung: Wem wird die Corona-Impfung jetzt empfohlen?
- Basisimmunität: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt weiterhin jeder Person ab 18. Jahren die sogenannte Corona-Basisimmunität. Dafür sind zunächst zwei Impfungen im Abstand von mindestens drei Wochen nötig. Außerdem wird allen Erwachsenen auch eine Auffrischimpfung (Booster) mindestens 6 Monate nach der zweiten Impfung empfohlen. Eine Coronainfektion kann dabei eine der drei Impfungen ersetzen. Dafür muss diese aber mindestens drei Monate nach und vor einer Impfung stattgefunden haben. Nur in bestimmten Fällen wie Vorerkrankungen wird eine Corona-Impfung auch noch für Kinder ab 6 Monaten und Jugendliche empfohlen.
- Auffrischungsimpfung: Eine vierte, fünfte oder noch häufigere Corona-Impfung wird derweil nur noch bestimmten Personengruppen empfohlen. Dazu gehören zum Beispiel alle ab 60 Jahren oder Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, da diese ein höheres Risiko für einen schweren Coronaverlauf haben. Laut der Stiko sollten die betroffenen Menschen sich bestenfalls jährlich (bevorzugt im Herbst) impfen lassen. Zwischen der Auffrischung und der letzten Corona-Impfung oder Erkrankung sollten aber mindestens zwölf Monate liegen.
- Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Trotz steigender Coronafälle wird also Erwachsenen unter 60 Jahren, Schwangeren, Kindern und Jugendlichen keine Corona-Auffrischungsimpfung (mehr) empfohlen. Vorausgesetzt, man ist gesund. Wer sich unsicher ist, kann den Corona-Impfcheck der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nutzen.
Wo kann man sich aktuell impfen lassen?
Nach der Schließung der Impfzentren wurde die Aufgabe der Corona-Impfungen in die Obhut der niedergelassenen ärztlichen Betriebe gegeben. Dabei ist es bis heute geblieben. Ein Großteil der Vakzine werden weiterhin in Arztpraxen, meist bei Hausärzten, verabreicht. Jedoch gibt es auch weiterhin Corona-Impfungen bei Betriebsärzten oder in öffentlichen Apotheken.
Welche Corona-Impfstoffe werden empfohlen?
- mRNA-Impfstoffe: „Comirnaty“ von BioNTech /Pfizer und „Spikevax“„ von Moderna
- Vektor-Impfstoffe: „Vaxzevria“ von AstraZeneca und „Jcovden „ von Janssen-Cilag International
- Protein-Impfstoffe: „Nuvaxovid „ von Novavax
- Ganzvirus-Impfstoffe: „COVID-19 Vaccine Valneva „ von Valneva
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weist darauf hin, dass die verschiedenen Corona-Impfstoffe teils in verschiedenen Dosierungen zur Verfügung stehen und für verschiedene Altersgruppen empfohlen werden. Für Auffrischungsimpfungen werden jedoch „vorzugsweise“ mRNA-Impfstoffe (Biontech/Pfizer und Moderna) empfohlen.
Omikron, XBB, EG.5: Welcher Impfstoff hilft gegen die neuen Corona-Varianten?
Die drei relevantesten Corona-Varianten sind aktuell EG.5 („Eris“), XBB.1.5 und XBB.1.16. Bei den XBB handelt es sich um Subtypen der Omikron-Variante. Die Impfhersteller passen ihre Impfstoffe auch regelmäßig an die neuen Varianten an. So steht ab dem 18. September ein neues, angepasstes Vakzin von Biontech zur Verfügung. Dieses soll vor allem gegen die XBB-Varianten helfen. Auch der Hersteller Moderna will noch im Herbst einen neuen, angepassten Impfstoff auf den Markt bringen.
Wie lange halt die Corona-Impfung an?
Laut dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) weisen die aktuellsten Daten darauf hin, dass eine Corona-Impfung zumindest gegen einen schweren Verlauf mindestens 6 Monate anhält. Der generelle Schutz vor einer Infektion lässt derweil laut WHO-Studie bereits nach wenigen Monaten nach.
Kostet die Corona-Impfung etwas?
Seit dem 8. April 2023 werden die Kosten für die Corona-Impfung von den Krankenkassen und nicht mehr dem Bund getragen. Wie bei anderen Impfungen hängt die Übernahme vom Alter, Vorerkrankungen oder beruflichen Risiken ab. Wenn Arzt oder Ärztin die Impfung für medizinisch notwendig hält, werden die Kosten immer übernommen. (os)
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