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Scam-Anrufe: Wie Sie sich vor Telefonbetrug schützen können
Fiese Maschen am Telefon sollen Menschen um Daten oder Geld bringen. Was Sie über betrügerische Anrufe wissen müssen und wie Sie sich am besten verhalten.
Sie bekommen einen Anruf und das Gegenüber gibt sich als Verwandter, Bankmitarbeiter, Polizist oder Mitarbeiter der Verbraucherzentrale aus? Themen können da Strafandrohungen, Gewinnversprechen oder Inkassoforderungen sein – gemein haben diese Anrufe meist, dass sie Scam-Anrufe (dt. Betrug) sind. Aktuell haben Ermittler aus Deutschland und verschiedenen Balkanländern ein europaweites Netzwerk von Telefonbetrügern aufgedeckt. In dem Zusammenhang wurden 20 Menschen festgenommen und zwölf Callcenter zerschlagen, informiert Zeit.de. Nach Angaben der Ermittler soll ein Schaden von zehn Millionen Euro verhindert worden sein. Wie Sie sich als Bürger vor betrügerischen Anrufen schützen können.
Schock per Telefonbetrug: Was Maschen von Betrügern sein können
Die Maschen sind unterschiedlich: mal geht es um Verbrechen, beispielsweise, dass ein angeblicher Justizbeamter oder Interpol beziehungsweise Europol anruft. Dieser erzählt davon, dass die Tochter einen tödlichen Unfall verursacht habe und eine hohe Kautionssumme erforderlich sei, um eine Haft zu verhindern. Bekannt ist aber auch der Enkeltrick, bei dem gezielt ältere Menschen als vermeintlich leichte Opfer ausgesucht werden – da kann es um angeblich lebenswichtige Operationen gehen, für die man Geld brauche. Aber auch Bandansagen, die jemanden auffordern eine bestimmte Zahlenkombination zu wählen, können hohe Kosten verursachen.
Wie Sie sich vor Telefonbetrügern schützen können
Die Kreispolizeibehörde Steinfurt appelliert, dass man sich und ältere Familienmitglieder schützen soll. Diese Tipps sollen helfen:
- Kennen Sie die Telefonnummer nicht? Dann lassen Sie im besten Fall den Anrufbeantworter das Telefonat entgegennehmen. So können Sie dann entspannt erfahren, was das für ein Anruf war.
- Rufen Sie nicht zurück, wenn Sie die Telefonnummer nicht kennen.
- Lassen Sie Ihren Eintrag im Telefonbuch gegebenenfalls entfernen.
- Erstellen Sie eine Liste mit erwünschten Anrufern, eine sogenannte Whitelist.
Nehmen Sie doch Anrufe von unbekannten Nummern an, sollten Sie möglichst nicht mit „Ja“ ans Telefon gehen, informiert die Verbraucherzentrale. So könnten beispielsweise Verträge geschlossen werden. Auch auf die Frage, ob Sie die Person am anderen Ende hören können, sollten Sie nicht einfach mit „Ja“ antworten. Im schlimmsten Fall kann das Telefonat so zusammengeschnitten werden, dass Ihre Zustimmung an der passenden Stelle ertönt, erläutern die Experten der Verbraucherzentrale. Sollten Sie aufgrund eines Telefonats eine Rechnung erhalten, können Sie diese anfechten, da einige Verträge nur mit schriftlicher Zusammenfassung gültig sind.
Sollte Ihnen ein Anruf suspekt sein, legen Sie einfach auf. Werden Sie im Telefonat um Geld gebeten, ist das ein Anzeichen, dass Sie das Gespräch sofort beenden sollten – egal welche Geschichte Ihnen erzählt wird. Geht es beispielsweise um Verwandte, denen etwas passiert sein soll, versuchen Sie diese persönlich zu kontaktieren – über einen Kommunikationsweg, der Ihnen vertraut ist. Verzichten Sie auch darauf, persönliche, familiäre oder finanzielle Informationen preiszugeben, rät die Polizei Sachsen.
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Was tun, wenn Sie Opfer von Telefonbetrug geworden sind?
Erst einmal sollten Sie sich nicht schämen, Telefonbetrug kann jeden treffen, versichert die Polizei Sachsen. Daher sollten Angehörige ihre Verwandten unterstützen und ihnen keine Vorwürfe machen. Das kann die Opfer nur verunsichern und ihnen eine Mitschuld an der Situation vermitteln – in der Folge schämen sich die Menschen und der Betrug kommt nicht zur Anzeige. Gerade das ist aber wichtig. Kontaktieren Sie die Polizei und zeigen Sie den Vorfall an – je nach Betrugsart sollten Sie auch Ihre Bank kontaktieren und Ihr Konto im Blick behalten.
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