Was Verbraucher wissen sollten
Firmen warnen vor Betrugsmasche per Telefon: Auch Telekom- und DHL-Kunden betroffen
Per Telefon geben sich Betrüger derzeit vermehrt als Beschäftigte von Unternehmen aus und fragen Sicherheitscodes ab. Für Verbraucher ist Vorsicht geboten.
Statt auf häufig deutlich als Fälschung erkennbare Massen-Mails und SMS setzen Betrüger offenkundig immer häufiger auf eine Betrugsmasche per Telefon.
Jüngstes Beispiel: Betrüger gäben sich derzeit am Telefon als Mitarbeitende der Telekom oder von DHL aus und versuchten die Angerufenen dazu zu bringen, empfangene SMS-Codes durchzugeben, hatte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am 19. März berichtet. Das sollte man aber keinesfalls tun, warnte die Telekom dpa zufolge auf ihrer Startseite im Internet. Die Vorwände, die die Kriminellen als Grund für ihren Anruf nennen, können unterschiedlich sein, wie es im Bericht von dpa hieß. Zumeist seien es aber frei erfundene Überprüfungen oder Abgleiche zu Telekommunikations-Verträgen oder zu Paketen, die zugestellt werden sollen.
Betrugsmasche per Telefon: Beim „Vishing“ geht es um Zugang zu Benutzerkonten
Maschen mit betrügerischen Anrufen sind grundsätzlich nicht ganz neu. Das Ziel der Betrüger: Beim Anruf Vertrauen aufbauen oder ihre Opfer nervös machen, um dann schlimmstenfalls an deren sensible Sicherheitsdaten aus Kundenkonten zu kommen. Dass das trotz umfassender Warnungen immer wieder gelingen könnte, liegt nicht nur daran, dass die Betrüger Opfer häufig völlig überraschend und unvorbereitet erwischen, sondern auch daran, dass die Anrufenden häufig gut geschult sind und Druck auf die Betroffenen ausüben.
Doch generell gilt, dass Unternehmen, Verbraucherschützer und Sicherheitsbehörden grundsätzlich davor warnen, jede Art von Daten am Telefon herauszugeben, da tatsächliche Mitarbeiter nie nach Benutzernamen, Passwörtern oder Sicherheitscodes fragen würden. Jeder Anruf dieser Art solle Kundinnen und Kunden demnach hellhörig machen. Erhalte man einen verdächtigen Anruf solle man diesen schnellstmöglich abbrechen und im Zweifelsfall über die offiziellen Wege den Kundenservice kontaktieren. Auf gar keinen Fall für den Rückruf verwendet werden sollte die Nummer, die man bei dem verdächtigen Anruf im Display gesehen hat.
Betrug per „Vishing“: Verbraucherschützer warnen vor Telefonmasche
Eine Masche, die derzeit immer häufiger zum Einsatz kommt, wird – auch weil regelmäßig unvorsichtige Menschen versehentlich Zugriff auf ihre Kundenkonten gewähren – „Vishing“ genannt. Die Wortschöpfung setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen „Voice“ (Stimme) und „Phishing“ und gilt derzeit als relativ neue Masche, um Menschen zu überrumpeln und sie auf diese Art dazu zu bringen, Daten preiszugeben.
Gefährlich werden können Betrugsanrufe jedoch auch auf ganz andere Weise: So warnt die Verbraucherzentrale vor Fällen, in denen Menschen nach Telefonaten mit Unbekannten kurze Zeit später Rechnungen zugesendet bekommen über Dinge, die sie gar nicht bestellt haben. Das geschieht häufig über betrügerische Anrufe, die den Opfern allein das Wort „Ja“ entlocken wollen und so gefälschte, angeblich per Telefon abgeschlossene Verträge zustande kommen lassen können. Verbraucher haben jedoch eine Möglichkeit, dem zu begegnen, bei der die Verbraucherzentrale Betroffene mit Musterbriefen und ausführlicher Beratung unterstützen kann. Denn wehren müsse man sich im Fall von ungerechtfertigten Rechnungen in jedem Fall, statt diese lediglich zu ignorieren.
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Generell gibt die Verbraucherzentrale den Rat, im Telefonat mit Unbekannten nicht mit dem Wort „Ja“, sondern Fragen allenfalls mit ganzen Sätzen zu beantworten: Zum Beispiel: „Können Sie mich hören?“ mit „Ich höre Sie“. „Sagen Sie dem Anrufer mit bestimmtem Ton, dass Sie kein Interesse haben. Im Zweifel legen Sie einfach auf“, heißt es unter anderem zu den allgemeinen Tipps auf Verbraucherzentrale.de, wie man sich vor Telefonbetrug schützen kann. (Mit Material der dpa)
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