Hausbesitzer

Neue Gas- oder Ölheizung? Verbraucherschützer verweisen auf steigende Energiekosten

Die Verbraucherzentrale rät Hausbesitzern mit Blick auf wohl künftig höhere Gas- und Ölpreise derzeit vom Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung ab. Wie lassen sich Energiekosten senken?

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Hamburg rät Besitzern einer Immobilie „angesichts steigender Gas- und Ölpreise“ derzeit vom Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung ab. Auch wenn dies übergangsweise rechtlich noch möglich sei. Die Entwicklung der Emissionskosten zeige, dass mit Gas- und Ölheizungen „erhebliche Preisrisiken“ verbunden seien, schreibt die Verbraucherzentrale Hamburg in einer Mitteilung (Stand: 25. Januar 2024).

Verbraucherzentrale: Wohl künftig höhere Gas- und Ölpreise

Seit dem 1. Januar 2024 beträgt der CO2-Preis für Erdgas und Heizöl pro Tonne 45 Euro. Zuvor waren es 30 Euro. „Ein weiterer Anstieg ist für die kommenden Jahre geplant“, heißt es seitens der Verbraucherzentrale Hamburg. Hinzu kämen die weggefallenen Energiepreisbremsen und eine höhere Mehrwertsteuer für Erdgas. So soll auf Gas ab März wieder der normale Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent fällig werden, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Derzeit gilt noch der seit Oktober 2022 reduzierte Steuersatz von sieben Prozent.

Hohe Kosten: Wie können Verbraucher den Energieverbrauch senken?

Was kann man tun, um Heizkosten zu sparen? „Neben den Energiepreisen und den damit verbundenen Steuern und Abgaben ist der individuelle Energieverbrauch ausschlaggebend für die entstehenden Kosten“, so Silke Langhoff von der Verbraucherzentrale Hamburg. So könne etwa die nachträgliche Wärmedämmung eines Hauses mehr als 40 Prozent Heizkosten einsparen. „Eine weitere Stellschraube ist die Heizung selbst“, so Langhoff weiter. „In vielen Fällen arbeiten Heizungsanlagen ineffizient und haben zu hohe Temperaturen oder geben Wärme ab, die nicht gebraucht wird.“ Die Heizungsregelung biete viel Potenzial, um Wärmeverluste zu verringern. Damit könnten Vorlauftemperaturen gesenkt und Heizzeiten an den Bedarf angepasst werden.

Beim individuellen Energieverbrauch lässt sich an der ein oder anderen Stelle etwas sparen. (Symbolbild)

Jede zentrale Heizung sollte darüber hinaus durch einen hydraulischen Abgleich optimiert werden, so der Tipp. Eine Maßnahme, die vom Heizungsfachbetrieb durchgeführt wird, wie man bei der Verbraucherzentrale Hamburg betont. Auch der eigene Wärmeverbrauch kann beispielsweise durch eine leichte Absenkung der Raumtemperaturen reduziert werden.

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Mit kleinen Handgriffen beim Heizen daheim etwas sparen

Manchmal helfen schon kleine Veränderungen, wenn es darum geht, den eigenen Verbrauch besser zu kontrollieren. Die Zahlen auf Heizungsthermostaten stehen für bestimmte Temperaturbereiche. Wer sie kennt, kann sein Heizverhalten besser anpassen und dadurch Energie sparen. Nicht zuletzt sollte man daran denken, die Heizung regelmäßig zu entlüften. Entweder müssen die Heizkörper dann mit einem entsprechenden Schlüssel entlüftet werden, um wieder energieeffizient zu heizen. Oder man legt sich einen automatischen Heizkörperentlüfter zu.

11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?

Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
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Möglicherweise lässt sich auch durch einen Anbieterwechsel Geld sparen, gibt die Verbraucherzentrale Hamburg zu bedenken. Hier sollten Verbraucher jedoch nicht überstürzt handeln, sondern zunächst verschiedene Möglichkeiten ausführlich vergleichen.

Rubriklistenbild: © CHROMORANGE/Imago

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