Beginn der Heizperiode

Heizkörper in nur fünf Minuten entlüften und Energie sparen – so gelingt es sogar Laien

Zu Beginn der Heizperiode im Herbst ist es sinnvoll, überschüssige Luft aus den Heizkörpern zu entfernen. Am besten funktioniert das mit einem speziellen Schlüssel.

Spätestens, wenn die Heizkörper nicht mehr richtig warm werden oder Sie ein gluckerndes Geräusch beziehungsweise ein Zischen wahrnehmen, ist es an der Zeit, die Heizung zu entlüften. Denn dann befindet sich möglicherweise zu viel Luft im Heizkreislauf. Auch für Mieter ist es ratsam, die Heizkörper ihrer Wohnräume mindestens einmal im Jahr zu entlüften, auch wenn die Instandhaltung und Wartung der Heizungsanlage grundsätzlich Sache des Vermieters ist. Eine entlüftete Heizung spart jedoch Energie und somit auch Heizkosten, da sie effizienter arbeitet. Erfahren Sie hier, wie auch Laien die Heizung richtig entlüften.

Heizung entlüften mit Schlüssel – das brauchen Sie dafür

Drehen Sie die Heizkörper in mehreren Zimmern Ihres Zuhauses auf und einer bleibt kalt, hat sich dort sehr wahrscheinlich Luft angesammelt. Um die Luftblasen loszuwerden, brauchen Sie jedoch kein Fachwissen oder teure Ausrüstung, sondern lediglich drei Dinge:

  • einen Entlüftungsschlüssel beziehungsweise Vierkantschlüssel
  • Behälter, um austretendes Wasser aufzufangen
  • ein Handtuch oder einen Putzlappen

Sollten Sie keinen passenden Spezialschlüssel zur Hand haben, lässt sich die Heizung auch mit einem Schraubenzieher oder anderem geeigneten Werkzeug entlüften.

Mit einem Entlüftungsschlüssel wird überschüssige Luft aus den Heizkörpern gelassen. Dabei kann auch Wasser herausfließen.

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Anleitung: Heizung entlüften mit Schlüssel in 7 Schritten

Den Heizkörper zu entlüften gelingt selbst Laien und ist innerhalb von fünf Minuten erledigt So geht‘s:

  1. Falls Sie Eigentümer eines Hauses sind, stellen Sie zunächst die Umwälzpumpe ab. Für Mieter einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus empfehlen die Experten von Dein-heizungsbauer.de, zumindest den Heizkreislauf der Wohnung abzustellen, da Mieter in der Regel keinen direkten Zugang zur Heizungsanlage des Hauses haben.
  2. Warten Sie etwa eine Stunde, bevor Sie mit dem Entlüften anfangen. In dieser Zeit sammeln sich die Luftblasen oben in den Heizkörpern und lassen sich nach der Wartezeit entfernen.
  3. Drehen Sie nun alle Thermostate Ihrer Heizkörper voll auf. Beginnen Sie mit dem Heizkörper, welcher der Heizungsanlage am nächsten ist (von unten nach oben) und arbeiten sich langsam vor.
  4. Legen Sie ein Handtuch unter das Entlüftungsventil des Heizkörpers, um zu verhindern, dass herausfließendes Wasser direkt auf den Boden tropft. Alternativ können Sie das Tuch auch um das Entlüftungsventil wickeln.
  5. Jetzt benötigen Sie den Entlüftungsschlüssel und ein Behältnis zum Auffangen des austretenden Wassers. Setzen Sie den Vierkantschlüssel auf das Ventil und drehen Sie den Schlüssel langsam entgegen des Uhrzeigersinns. Die aufgestaute Luft kann nun mit einem Zischgeräusch entweichen. Halten Sie jedoch unbedingt Abstand, da diese Luft sehr heiß sein kann.
  6. Sobald Wasser aus dem Ventil fließt, schließen Sie das Ventil wieder im Uhrzeigersinn.
  7. Zum Schluss schalten Sie die Umwälzpumpe der Heizungsanlage wieder ein und kontrollieren den Wasserdruck über das Manometer. Wenn beim Entlüften zu viel Wasser ausgelaufen ist, kann der Wasserdruck sinken. In diesem Fall müssen Sie noch Heizwasser nachfüllen, um den optimalen Wasserdruck wiederherzustellen.

Das Portal Badenova.de empfiehlt, die Heizkörper nach etwa einer Stunde nochmals zu kontrollieren: Entweicht beim Heizkörper, der am weitesten vom Heizkessel entfernt ist, nach rund 60 Minuten keine Luft mehr, war die Entlüftung erfolgreich.

11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?

Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
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Neben dem Entlüften der Heizkörper gibt es noch weitere Möglichkeiten, Energie beim Heizen zu sparen. Etwa, indem Sie die gängigsten Fehler beim Heizen vermeiden.

Rubriklistenbild: © Stefan Kiefer/Imago

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