Ist Rohkost immer gesund?

Dieses Obst und Gemüse sollten Sie keinesfalls roh essen 

Bei rohem Gemüse und Obst kann man unbedarft zugreifen – oder? Schlechte Idee: Es gibt ungenießbare und sogar giftige Sorten!

Dass man bei Eiern sowie rohem Fisch* und Fleisch Vorsicht walten lassen sollte, wissen die meisten. Aber welche Obst- und Gemüsesorten für den rohen Verzehr nicht geeignet sind, da haben die meisten Nachholbedarf. Gerade Anhänger der Raw-Food-Bewegung sollten aufpassen, denn nicht alles ist für den menschlichen Körper gut zu verarbeiten bzw. manche Lebensmittel sind sogar giftig! Lesen Sie hier, von welchem rohen Gemüse und Obst Sie lieber die Finger lassen bzw. sie nur gegart genießen sollten.

Raw-Food-Ernährung

Rohköstliche Ernährung in Form von Gemüsesticks und Salaten ist bei Diäten sehr beliebt. Der Ernährungstrend Raw Food ist nicht komplett gleichzusetzen mit Rohkost. „Raw“ wird von Leuten unterschiedlich interpretiert: entweder sind nur rohe Lebensmittel erlaubt oder man darf sie bis max. 42 Grad erhitzen.

Lesen Sie auch: Richtige Aufbewahrung: Dieses Obst und Gemüse sollten Sie lieber nicht zusammen lagern.

Obst und Gemüse: diese Sorten nicht roh essen

  • Zu den Lebensmitteln, die Sie nicht roh essen sollten, gehören zum Beispiel grüne (also unreife) Tomaten, Kartoffeln und Auberginen. Sie enthalten als Nachtschattengewächse das Toxin Solanin und sollten deshalb immer gekocht werden.
  • Auch grüne Bohnen und weitere Hülsenfrüchte (außer Erbsen und Zuckerschoten) sind in rohem Zustand giftig, weil sie bestimmte Eiweißstoffe enthalten, die erst durch Erhitzen unschädlich gemacht werden.
  • Wenn Sie etwa Hülsenfrüchte, die roh das Gift Phasin enthalten, ungekocht verzehren, drohen Magen-Darm-Probleme, Übelkeit, Bauchschmerzen und Fieber. Wichtig: Auch das Kochwasser sollten Sie nach der Zubereitung wegschütten und nicht weiter verwenden.
  • Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin, der Blausäure freisetzen kann. Der Verzehr von großen Mengen schwarzer Holunderbeeren kann deshalb zu schlimmen Magen- und Darmbeschwerden führen.
  • Spinat kann zwar in einem Rohkostsalat verwendet werden. Vorsicht ist jedoch bei älteren Blattstielen geboten: äußere Blätter und Rippen haben einen hohen Nitratgehalt, der im Körper zu krebsförderndem Nitrit umgewandelt wird. Das ist vor allem für Babys und Kleinkinder gefährlich.

Übrigens sind nicht nur rohe, sondern auch keimende Kartoffeln schädlich – diese sollten Sie wegwerfen, nicht mehr kochen und essen. (mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Z. Jan/Imago

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