Wissenswertes für Verbraucher

Was sind die Unterschiede zwischen Feta, Schafskäse und Hirtenkäse?

Im Supermarkt haben Sie die Qual der Wahl: Neben Feta gibt es im Kühlregal auch Schafskäse und Hirtenkäse. Was hinter den Begriffen steckt.

Weiße Farbe, feste Konsistenz: Von außen sehen Feta, Schafskäse und Hirtenkäse quasi gleich aus. Alle drei stecken in rechteckigen Paketen ähnlicher Größe, was die Auswahl im Supermarkt nicht leichter macht. Oft werden diese Käsesorten miteinander verwechselt. Doch was ist eigentlich der Unterschied?

Feta: Griechischer Käse mit geschützter Ursprungsbezeichnung

Feta ist wahrscheinlich der bekannteste der drei Käsesorten und stammt immer aus Griechenland. Er wird traditionell aus Schafsmilch hergestellt, kann jedoch auch bis zu 30 Prozent Ziegenmilch enthalten. Die Milch muss von Tieren kommen, die auf dem griechischen Festland oder auf der Insel Lesbos leben.

Traditionell wird Feta-Käse in Würfel geschnitten und mit Oliven und Tomaten gegessen.

Der Begriff Feta ist in der Europäischen Union sogar seit 1997 geschützt. Übersetzt bedeutet das Wort so viel wie „Scheibe“. Feta hat eine feste, leicht krümelige Textur und einen salzigen Geschmack. Er ist in der Regel in Salzlake eingelegt, was ihm seinen charakteristischen Geschmack verleiht.  

Schafskäse: Produkte unterscheiden sich geschmacklich

Wie der Name schon sagt, wird Schafskäse ausschließlich aus Schafsmilch hergestellt. Im Prinzip kann also jeder Käse als Schafskäse bezeichnet werden, der aus Schafsmilch gewonnen wird. Dazu zählen theoretisch auch Hart- und Weichkäsesorten wie Roquefort und Pecorin. Im Alltagsgebrauch wird Schafskäse oft mit Feta gleichgesetzt, was streng genommen falsch ist.

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Trotzdem versteht man unter Schafskäse meist einen Weichkäse aus Schafmilch, der in Salzlake gereift ist. Genau wie Feta weist er einen leicht salzigen Geschmack auf und hat eine bröckelige Textur. Ein wichtiger Unterschied zwischen den beiden Käsesorten besteht darin, dass Schafskäse nicht denselben geschützten Ursprungsnamen hat wie Feta. Daher kann er in verschiedenen Ländern und Regionen hergestellt werden, was Variationen im Geschmack und in der Konsistenz bedeutet.

Hirtenkäse ist ein reines Kuhmilchprodukt

Der letzte im Bunde ist der Hirtenkäse, oft auch Balkankäse oder „Käse in Salzlake“ genannt. Im Gegensatz zu den anderen Sorten wird Hirtenkäse ausschließlich aus Kuhmilch hergestellt. Aus diesem Grund ist dieses Produkt auch günstiger und hat ein milderes Aroma.

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Feta, Schafskäse, Hirtenkäse: Wofür soll man sich entscheiden?

Theorie schön und gut – aber welches Produkt schmeckt eigentlich am besten? Letztendlich ist das Geschmacksempfinden natürlich verschieden und hängt stark von persönlichen Vorlieben ab. Wer normalerweise nur Käse aus Kuhmilch isst, muss sich vermutlich erst an die herbe Note von Feta und Schafskäse gewöhnen. Manche Menschen lieben den würzigen Geschmack dieser Käsesorten, während andere den deutlich milderen Hirtenkäse bevorzugen. Feta und Hirtenkäse sind von der Konsistenz her etwas fester als der cremige Schafskäse. Hirtenkäse wiederum hat viele kleine Löcher, während Feta glatter ist.

Tipp:

Wenn Sie sich unsicher sind, welches Produkt Ihnen am besten schmeckt, machen Sie einfach eine Geschmacksprobe. Kaufen Sie je eine Sorte Feta, Schafskäse und Hirtenkäse und probieren Sie sie der Reihe nach. Im direkten Vergleich werden Sie vermutlich schnell feststellen, was Ihnen mehr zusagt.

Rezeptideen für Feta, Schafskäse und Hirtenkäse

Aufgrund Ihres höheren Fettgehalts eignen sich Feta und Schafskäse gut zum Überbacken von Gerichten. Hirtenkäse wiederum hat weniger Fett und passt deshalb gut zu leichteren Speisen wie Salaten. In Griechenland schwört man allerdings auf Feta, wenn es um die Zubereitung von Salaten geht. Doch auch gegrillt schmecken alle drei Käsesorten hervorragend oder Sie zaubern gesunde Gemüse-Frikadellen oder ein Omelett mit Käse und Paprika.

Rubriklistenbild: © Jürgen Pfeiffer/Imago

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