Stellungnahme
„Meine Bücher trainierten die KI“: Stephen King ist alles andere als begeistert
Immer mehr Autoren wehren sich gegen die Nutzung ihrer Texte für KI-Software. Auch Horror-Autor Stephen King hat sich geäußert.
Stephen King ist alles andere als begeistert, dass seine Texte die Grundlage für das Füttern von Software-Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) sind. Rund 8.000 Autoren hatten in den USA kürzlich verlangt, dass ihre Urheberrechte berücksichtigt und die Werke von der Software ausgeschlossen werden. Einen Teilerfolg konnten sie kürzlich erzielen. Doch für Schriftsteller wie Stephen King geht das nicht weit genug.
Stephen King: Kein Weg zurück für KI
In einem kürzlich von Stephen King verfassten Gastbeitrag für das Magazin The Atlantic schildert der Bestsellerautor, wie Autoren die Gefahren durch Künstliche Intelligenz (KI) einschätzen und ob es hierbei einen Weg zurück gäbe. Denn für den Autor gehören selbstfahrende Autos oder Saugroboter schon längst zum Alltag. Auch, dass das Smartphone wisse, wo man sich befindet und immer den kürzesten Weg berechne, hätten wir mittlerweile akzeptiert. Aber kann eine Maschine wirklich gut schreiben lernen?
Stephen King: Wer schreiben will, muss lesen
In seinem Buch „Das Leben und das Schreiben“ sagt King, dass man nur ein guter Autor werden könne, wenn man auch viel gelesen hat. Lautes Vorlesen kann die Liebe zum Lesen bei Kindern wecken. Laut Kings Artikel in The Atlantic haben sich KI-Softwareingenieure dies wohl zu Herzen genommen. Die Speichermöglichkeiten seien schier unendlich. Somit würden nicht nur alle Bücher von King hineinpassen, sondern noch Tausende andere. Diese acht Bücher von Stephen King sollten Sie unbedingt gelesen haben.
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Der Meister des Horrors stellt die berechtigte Frage, ob all diese gesammelten Texte namhafter Autoren durch die Software ein ebenbürtiges Ergebnis liefern. Tausende Autoren waren betroffen, wie auch der Guardian berichtet. Viele von ihnen haben gegenüber den Unternehmen, darunter Meta und OpenAI (ChatGPT) Klage eingereicht. Ausgang offen. Auch Karl Olsberg hat sich die Künstliche Intelligenz in seinem Thriller „Virtua“ zum Thema genommen.
Seiner Meinung nach seien die künstlich erzeugten Texte im Stil von William Blake und anderen bei genauerem Hinsehen als künstliche Produkte zu erkennen. Auf den ersten Blick würden sie wie das Original klingen, doch einer Prüfung hielten sie nicht stand. Für King ist klar, dass ein Computerprogramm nicht in der Lage ist, die kreativen Ideen und Elemente, die einem Autoren im Kopf herumspuken, zu imitieren. Kreativität sei technisch nicht nachzubilden. Aber das Thema lasse King nicht ohne sorgenvolle Gedanken zurück, so der Schriftsteller in The Atlantic. Er habe ein fortgeschrittenes Alter und ein hohes Level an Schriftstellerei erreicht. Wie es mit der Software und der Computertechnik weitergeht, bleibt offen.
Stephen Kings neues Buch „Holly“ erscheint im September bei Heyne. Kürzlich warnte er im Internet vor dem Buch.
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