Hochaktueller Thriller

Eine bessere Welt mit KI? „Virtua“ von Karl Olsberg

Künstliche Intelligenz (KI) hält in immer mehr Bereichen Einzug. Viele Fragen, beispielsweise moralische und ethische, bleiben offen. Darum geht es in dem Thriller „Virtua“.

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Kann Künstliche Intelligenz (KI) eine bessere Welt schaffen oder ist damit unser Ende besiegelt? Das sind aktuelle Fragen, die immer wieder auftauchen, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt. Wenn Sie tiefer in das Thema KI einsteigen möchten, finden Sie hier eine Zusammenstellung an hilfreichen Sachbüchern. Auch Karl Olsberg hat sich eingehend mit dem Thema auseinandergesetzt. Herausgekommen ist sein hochaktueller und spannender Thriller „Virtua“.

„Virtua“ von Karl Olsberg beleuchtet als Thriller das Thema „Künstliche Intelligenz“ auf spannende Weise.

Karl Olsberg „Virtua“: Darum geht es im Buch

Die Hauptfigur des Romans, ein junger Psychologe, erhält überraschend einen dringend benötigten Job in einem renommierten Unternehmen. „Mental Systems“ ist führend auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). In dem Unternehmen hat er sich um die Anliegen und Belange der Mitarbeiter zu kümmern. Der Druck ist groß und das Unternehmen will ihr Können vor potentiellen Konkurrenten zeigen.

Weil er als Psychologe gescheitert ist, bewirbt Daniel sich bei dem Konzern Mental Systems, der führend in der Entwicklung künstlicher Intelligenz ist. Wider Erwarten bekommt er den Job – und ist gleich fasziniert von der virtuellen Welt, in die er eintaucht. Besonders beeindruckt ist er von Virtua, der neuesten Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Doch dann lernt er den Entwickler Chen kennen, der seine Vorgesetzten warnt, die KI sei unkontrollierbar. Als Chen nach einem Hackerangriff auf Virtua spurlos verschwindet, wird Daniel klar, dass die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel steht.

Klappentext/Aufbau Taschenbuchverlag

Mögliche Einwände der Programmierer zum Datenschutz und zur Sicherheit werden ignoriert, ebenso schenkt man den kritischen Stimmen aus der Firma auch kein Gehör. Die Weiterentwicklung der KI würde eine enorme Gefahr für die Menschheit darstellen. In der Realität hat ein Google-Pionier vor den Auswirkungen von KI gewarnt. Ein Zurück ist nicht mehr denkbar. Doch für das Unternehmen im Roman steht der Profit an oberster Stelle.

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Das Buch sticht durch das Cover, das an ein Auge erinnert und durch den farbigen Buchschnitt auf, der derzeit bei vielen Büchern in Mode ist. Hat man keinen, veredeln manche ihre eigenen Bücher wie diese Künstlerin auf Instagram. Doch viel spannender ist der Inhalt des Thrillers. Sein gesamtes Leben hat sich Karl Olsberg mit KI beschäftigt. Ein Essay über die Programmiersprache Java aus dem Jahr 2000 inspirierte Olsberg für seinen ersten Roman „Das System“, wie er im Interview mit dem Aufbau Verlag verriet. Künstliche Intelligenz sei für ihn „die mächtigste und weitreichendste Technologie, die wir je entwickelt haben“. Gerade auf dem Gebiet der Medizin leistet KI außerordentliches. Ohne die Künstliche Intelligenz hätte es beispielsweise auch die Corona-Impfstoffe nicht so schnell gegeben. Der beste Schutz sei es für ihn, „bestimmte gefährliche Technologien gar nicht erst zu entwickeln“. So fordern 8.000 Autoren keine Nutzung ihrer Texte durch KI.

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Karl Olsberg „Virtua“: Fazit

Karl Olsberg hat über Künstliche Intelligenz promoviert. Er versteht es, das Thema spannend und aktuell zu vermitteln, ohne zu viele technische Details zu nennen, die den Leser verschrecken könnten. Der Thriller zeigt, was die Zukunft bringen kann. Spannend bis zur letzten Seite.

Karl Olsberg „Virtua“

2023 Aufbau Taschenbuchverlag, ISBN-13 978-3-7466-4060-0

Preis: Taschenbuch 14 €, E-Book 4,99 €, 384 Seiten (abweichend vom Format)

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Karl Olsberg

Karl Olsberg, geboren 1960, promovierte über Künstliche Intelligenz, gründete mehrere Start-ups und engagiert sich in einer internationalen Community für einen sorgsameren Umgang mit KI. Er ist verheiratet und hat drei Söhne.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago/Aufbau Taschenbuchverlag (Montage)

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