Leicht zu erkennen
Vom Dunklen zum Hell-Elfenbein: Die Farbgeschichte der deutschen Taxis
Es ist allgemein bekannt, dass deutsche Taxis beige sind. Aber das war nicht immer der Fall. Die Farbvorschrift existiert erst seit 1971 – mit einigen Ausnahmen.
Ein Taxi erkennt man oft schon von weitem. Dies liegt sowohl an dem markanten Schild auf dem Dach als auch an der charakteristischen Farbe. In Städten wie New York leuchten die Fahrzeuge in einem auffälligen Gelb. In anderen Ländern sind sie hingegen rot, weiß oder schwarz lackiert. Manchmal gibt es auch keine festen Vorgaben. In Deutschland müssen Taxis jedoch in Hell-Elfenbein oder RAL 1015 lackiert sein.
Früher war das anders. Über viele Jahre hinweg war Schwarz die bevorzugte Farbe, wie T-online.de berichtet. Im Jahr 1971 veranlasste der damalige Bundesverkehrsminister Georg Leber (1920–2012, SPD) einen Farbwechsel. Den Unternehmern wurde eine Frist von fünf Jahren eingeräumt, um alle Taxis auf Hell-Elfenbein umzustellen.
Beige statt Schwarz: Farbwechsel als Sicherheitsmaßnahme
Der Farbwechsel von Schwarz zu Beige sollte die Sicherheit erhöhen. Ein Grund dafür war das Fehlen von Klimaanlagen in den Fahrzeugen, wie die Taxi-Times schreibt. Im Sommer heizten sich schwarze Taxis stark auf. Zudem war der hellere Farbton besser sichtbar, was die Sicherheit erhöhte. Diese war Leber besonders wichtig.
Ein weiterer Vorteil war, dass auf den beige lackierten Fahrzeugen leichter Schmutz und kleinere Makel weniger auffielen als auf schwarzen. Dadurch wirkten die Taxis gepflegter. Auch der Wiedererkennungswert spielte eine Rolle, wie Focus Online berichtet. Hell-Elfenbein war eine seltene Farbe, während Schwarz bis heute zu den beliebtesten Autofarben zählt. Der Erfolg zeigt sich darin, dass Beige bei Autos immer noch direkt mit einem Taxi assoziiert wird.
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Deutsche Taxis sind beige – doch einige Bundesländer erlauben Ausnahmen
In Deutschland müssen jedoch nicht alle Taxis beige sein. In Bundesländern wie Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein können Unternehmen die Farbe frei wählen, wie Hermann Waldner, Vizepräsident des BVTM (Bundesverband Taxi und Mietwagen), dem RBB mitteilte. Dennoch bevorzugen die meisten Anbieter Hell-Elfenbein, da die Fahrgäste es gewohnt sind.
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Das Taxi-Schild mit integriertem stillen Alarm ist jedoch obligatorisch. Ebenso die Ordnungsnummer, die am Heckfenster der Fahrzeuge angebracht ist. Diese Regelung gilt inzwischen auch für Mietwagen von Anbietern wie Uber, um sie besser von Taxis unterscheiden zu können.
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