2016 schon vier Tötungsdelikte in Hamm
Hamm - Mit bereits vier vollendeten Tötungsdelikten steuert Hamm in diesem Jahr auf einen düsteren Rekord zu. Keine der Taten hängt mit dem Zuzug von Flüchtlingen zusammen; es handelt sich ausschließlich um Beziehungs- oder Milieutaten.
Anders als im Fall des erschlagenen Großvaters dauern die Ermittlungen in den übrigen drei Fällen noch an. Die tödliche Messerstecherei in einer Wohnung an der Schottschleife, bei der am 19. Juni ein 52-jähriger Hammer nach einem Trinkgelage erstochen wurde, erfordert derzeit den größten Aufwand.
Dringend tatverdächtig ist ein 41-jähriger Hammer, der auf seiner Flucht entlang der Münsterstraße auch zwei Polizeibeamte mit einem Messer bedroht haben soll und mit einem Schuss in den Oberschenkel außer Gefecht gesetzt wurde.
Der polizeiliche Dienstwaffengebrauch wird derzeit untersucht. Gegen den 26-jährigen Polizisten und dessen 44-jährige Kollegin ist standardmäßig ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Anhaltspunkte, dass sie sich nicht in einer Notwehrlage befunden hätten, gibt es keine. Der beschuldigte 41-Jährige schweigt bislang.
Der tödliche Ehestreit vom 21. Juni in einem Pelkumer Reihenhaus scheint nach dem Geständnis des 35-jährigen Ehemanns, seine 37-jährige Frau erdrosselt zu haben, weitgehend aufgeklärt. Hier laufen noch routinemäßige Ermittlungen. Die tödliche Messerstecherei „An der Insel“ vom 2. April ist noch nicht angeklagt.