Ex-Schulleiter erschlagen
Mordprozess gegen Enkel beginnt am 18. Juli
Hamm/Dortmund - Am Montag, 18.Juli, beginnt vor dem Dortmunder Schwurgericht unter Vorsitz von Wolfgang Meyer der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder eines ehemaligen Schulleiters aus Hamm.
Diesen Termin bestätigte auf WA-Anfrage der Sprecher des Dortmunder Landgerichts, Dr. Thomas Jungkamp. Für den Prozess gegen den seit seiner Festnahme im Februar in Untersuchungshaft sitzenden, aus Soest stammenden Tatverdächtigen sind bislang fünf Verhandlungstage bis in den September hinein angesetzt.
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Ob es bei dieser Terminierung bleiben kann oder das Strafverfahren eher zu Ende geht oder gar nachterminiert werden muss, hängt allein am Aussageverhalten des 25-jährigen Angeklagten. Er hatte bei seiner Festnahme zugegeben, seinen 84-jährigem Großvater in dessen Haus an der Feuerdornstraße in Ostwennemar mit einem Brecheisen erschlagen zu haben. Dieses Geständnis kann er zu Prozessbeginn wiederholen, aber auch zu dem Tatvorwurf schweigen oder auch widerrufen und seine Unschuld behaupten.
Tatverdächtiger seit Februar in U-Haft
Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der alte Mann sterben musste, weil er seinem Enkel wiederholt Vorhaltungen über dessen abgebrochenes Studium und eine angeblich eher ziellose Lebensführung gemacht habe.
Der gewaltsame Tod des ehemaligen Schulleiters des Soester Börde-Berufskollegs war am 13. Februar publik geworden. Es wird davon ausgegangen, dass er vermutlich an Rosenmontag, 8. Februar, erschlagen wurde. Neben diversen Zeugen wird unter anderem auch ein DNA-Gutachten des Landeskriminalamtes in dem Prozess ein wichtiges Beweismittel werden.