Problem in Heessen

Parkdruck an der Barbaraklinik: Anwohner wollen zeitnahe Lösung

Wer aus der Nortbeck auf die Vogelstraße einbiegen möchte, kann den kreuzenden Verkehr aufgrund der parkenden Autos erst spät erkennen.
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Wer aus der Nortbeck auf die Vogelstraße einbiegen möchte, kann den kreuzenden Verkehr aufgrund der parkenden Autos erst spät erkennen.

Rund um die Barbaraklinik suchen die Menschen Parkplätze. Das bekommen die Anwohner zu spüren. An der Nortbeck wünschen sich einige nun eine kurzfristige Lösung für mehr Sicherheit.

Hamm – Vorsichtig tastet sich ein Fahrzeug aus der Straße Nortbeck hervor, als es versucht, auf die Vogelstraße einzubiegen. Das ist auch angebracht, denn aus Richtung Ennigerweg kommende Fahrzeuge sind erst spät zu sehen. Die Anwohner der Sackgasse in Hamm-Heessen haben deshalb eine Unterschriftenaktion gestartet und die Verwaltung darum gebeten, diese und eine andere Gefahrenstelle auf ihrer Straße zu entschärfen. Vorerst wird allerdings nichts passieren.

Auf der Vogelstraße wird schon seit Jahren auf der rechten Seite zu den Häusern hin geparkt. „Man kann überhaupt nichts sehen“, sagt Johannes Kötter. Deshalb hatte er mit seiner Frau Kornelia die Stadt schon vor etwa fünf Jahren auf die schwierige Situation an der „Ausfahrt“ hingewiesen. „Vorsichtiges Herantasten“ sei ihnen daraufhin geraten worden, erklärt Kornelia Kötter durchaus empört.

Parkplatz-Problematik seit Beginn der Bauarbeiten an der Barbara-Klinik verschärft

Seitdem die Barbara-Klinik im Zuge des Projektes „Wir sind eins“ zur Großbaustelle und nicht zuletzt durch das Zusammengehen mit dem St.-Josef-Krankenhaus auch größer geworden ist, sei das Problem mit den parkenden Autos schlimmer geworden. Nun werde bis zur und in der Nortbeck regelmäßig geparkt. Daher wurden die Kötters und die Anwohner nun wieder aktiv. 40 Unterschriften stehen auf einer Liste, die an die Stadt weitergereicht wurde. Eine stolze Zahl für die kleine Straße. Auch die CDU hatte Ende Februar eine Anfrage eingereicht und nach möglichen Maßnahmen im Einmündungsbereich gefragt. Eine Stellungnahme dazu liegt bislang nicht vor.

Die Unterschreiber wünschen sich eine sichere Ausfahrt aus der Nortbeck und eine Lösung für die parkenden Autos in der nicht allzu breiten Straße. Die Nortbeck macht kurz nach ihrem Anfang eine Kurve. Stehen dort Autos, kann der Begegnungsverkehr erst spät wahrgenommen werden. Die Kötters machen sich zudem Sorgen, ob Feuerwehr und Rettungswagen noch genügend Platz haben.

Leicht umsetzbare und kostengünstige Lösungen vorgeschlagen

Haltebuchten auf der Nortbeck und ein Halteverbot im Kurvenbereich wären aus Sicht der Anwohner schnell umsetzbare und kostengünstige Lösungen. Im Einmündungsbereich könnte eine schraffierte Markierung eine bessere Sicht schaffen. Dann würden auch Radfahrer, die an dieser Stelle sowohl auf dem schmalen Radweg entlang der Häuser als auch auf der Straße fahren dürfen, wahrscheinlich besser erkannt. Kornelia Kötter erinnert daran, dass auf der Gegenseite früher ein Spiegel stand, der einen größeren Überblick erlaubte.

Mittlerweile hat im Bürgeramt ein Gespräch der Anwohner mit Stadtvertretern stattgefunden, zu deren Inhalten vonseiten der Stadt auf Nachfrage nichts gesagt wurde. Man fühle sich aber nun im Gegensatz zu vor fünf Jahren ernstgenommen, berichtet das Ehepaar Kötter. Passieren wird an der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Ahlener und Dolberger Straße allerdings bis aus Weiteres nichts. „Verkehrsrechtliche Maßnahmen bezüglich der Parksituation im Umfeld Barbara-Klinik/Vogelstraße sind aktuell nicht geplant“, teilt Stadtsprecher Lukas Huster auf Nachfrage mit. „Wir sind aber verstärkt mit der Parkraumkontrolle des Ordnungsamtes aktiv. Hier gibt es aktuell keine besonderen Auffälligkeiten.“ Wobei das Problem der Anwohner ja nicht Falschparker sind, sondern die Sichtbehinderungen, die durch vorschriftsmäßig abgestellten Fahrzeuge entstehen.

Warten auf Ende der Klinik-Baustelle

Die Situation wird die Stadt auch in Blick nehmen, allerdings nicht jetzt: „Eine grundsätzliche Überprüfung der Parkraumsituation mit Blick auf die längerfristige Entwicklung wird erst nach Abschluss der Baumaßnahme der Klinik erfolgen, wenn sich die dann neue und voraussichtlich deutlich entschärfte Parksituation ‘gesetzt‘ hat“, schreibt Huster.

Schon 2008 war für den Bereich um das Krankenhaus ein Parkraumkonzept erstellt worden, das 2017 fortgeschrieben wurde. Beide Male wurde festgestellt, dass es an den Straßen An der Böckenhege, An der Barbaraklinik und im nördlichen Bereich der Vogelstraße häufiger zu Überlastungen kommt. Stichproben im Jahr 2022 ließen eine Verschärfung des Parkdrucks erkennen, hieß es in einer Mitteilung aus dem vergangenen Frühjahr. Darin war auch eine erneute Parkraumerhebung angekündigt.

Anwohner wollen nicht so lange warten

Die Anwohner wollen jedoch nicht so lange warten, wünschen sich eine kurzfristige, eventuell provisorische Lösung. Kornelia Kötter kündigte an, am Ball zu bleiben.

Wegen der Baustelle ist auch die Bushaltestelle vor der Barbara-Klinik verlegt worden, sodass Fahrgäste nun weiter bis zum Eingang zu Fuß gehen müssen.
Auch am Marienhospital an der Knappenstraße gibt es einen „Parkplatzstreit“.

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