Nachruf

Über 50 Jahre aktive Teilnahme: Hammer Karnevalisten trauern um Hans-Günther Stomin

Der Karnevalist Hans-Günther Stomin ist am 13. Mai gestorben.
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Der Karnevalist Hans-Günther Stomin ist am 13. Mai gestorben.

Der Hammer Karneval trauert um Hans-Günther Stomin, der am 13. Mai 2025 im Alter von 77 Jahren gestorben ist. Auch bei den Nordenfeldmarker Schützen hinterließ er große Spuren.

Hamm – Die Hammer Karnevalisten trauern um Hans-Günther Stomin. Er ist am 13. Mai gestorben. Sein Herz hing auch am Schützenwesen.

Hammer Karnevalist Hans-Günther Stomin ist gestorben

Hans-Günther Stomin wurde am 21. November 1947 geboren und begann seine beeindruckende karnevalistische Laufbahn im Jahr 1969 bei der Hammer Karnevalsgesellschaft (HKG). Damals mussten sich neue Mitglieder zunächst ein Jahr lang einbringen, ehe sie offiziell aufgenommen wurden. Als Teil des Elferrats spielte Stomin eine entscheidende Rolle beim Bau der Festwagen und Bühnen sowie bei der Organisation und den Vorbereitungen für die Sessions-Veranstaltungen. 1973 wurde Stomin Fahrer des 11. Stadtprinzenpaares, das er sicher und zuverlässig durch die Session brachte.

Im Jahr 1976 kam es zum Umbruch innerhalb der HKG, als mehrere Mitglieder sich abtrennten und die Hammer Narren Zunft (HNZ) gründeten. Stomin war dort in verschiedenen Vorstandsposten aktiv und trug stetig und maßgeblich zur Weiterentwicklung des neuen Vereins bei. Auch auf der Bühne war er aktiv: im Grotesktanz und in der Gesangsgruppe „Die fidelen Hämmerchen“. Sein größtes Engagement galt jedoch weiter dem Wagenbau. Unter seiner Mitwirkung wurde die HNZ der erste Verein in Hamm, der Figuren aus dem Rheinland importierte. Besonders bekannt ist der „Till von Hamm“, der viele Jahre lang die Spitze des Rosenmontagszugs bildete und für viele Bürger ein Symbol des Hammer Karnevals darstellt.

Stomin musste aktive Rolle im Wagenbau nach Herz-OP 2019 aufgeben

Im Jahr 1983 wechselte Hans-Günther Stomin zur KG Grün Weiß Hamm. Dort trat er mit der Parodistengruppe „Die Pillefüße“ und der Gesangsgruppe „Die Heinzis“ auf, mit denen er seit 1984 aktiv im Karneval präsent war. Von 1985 bis 1987 und erneut im Jahr 1992 war Stomin Vizepräsident der KG Grün Weiß und 1988 und 1989 sogar Präsident. 1996 wechselte er zum Heessener Karnevals Club (HKC), dem er bis zur Auflösung des Vereins im Jahr 2010 angehörte. Die Motto- und Prunkwagen für das Festkomitee baute er weiterhin.

Ehrungen im Karneval

1988 wurde Hans-Günther Stomin der Verdienstorden in Gold vom Bund Ruhr Karneval verliehen, 2007 erhielt er den Reiner-Heinen-Gedächtnispokal. 2017, anlässlich des 55-jährigen Jubiläums des FHK, erhielt er den schwarzen Diamanten vom Bund Ruhr Karneval für seine 50-jährige aktive Teilnahme am Karneval.

Nach einer Herz-OP musste Stomin seine aktive Rolle im Wagenbau 2019 aufgeben. Der Tod seines langjährigen Meisters Heinz Höltermann stellte einen weiteren tiefen Einschnitt in seine Aktivitäten dar. Seitdem widmete er sich nur noch kleineren Arbeiten zu Hause wie dem Häckseln des Konfettis für die Kanone.

Auch bei den Schützen in der Nordenfeldmark war er jahrzehntelang engagiert – und das nicht nur, weil er die Karnevalsveranstaltungen des Vereins im Saal bei Möllenbrink organisierte. Bei den 1839ern prägte er auch darüber hinaus das Vereinsleben. Er trat bereits in die Garde ein, in deren Vorstand er mitarbeitete. 1985 wechselte er zum Jubiläum der Garde mit einigen Gleichgesinnten in den Hauptverein, gesellte sich zu den „100-Jährigen“ und der Schießgruppe. 1993 errang er die Königswürde, bald darauf, 1998, wurde er Kaiser.

Sein ehrenamtliches Engagement führte in dann auch in Hauptvorstand. Er war als Zugführer und Fahnenträger im Festzug im Einsatz. Deshalb wurde Hans-Günter Stomin nach seinem Ausscheiden unter großem Applaus zum Ehrenvorstandsmitglied der Schützenvereins ernannt. Stomin gehörte auch zu den engagierten Figuren beim Umzug zum neuen Schützengelände am Westberger Weg. Ob mit Besen oder Schaufel, auf dem Baggersitz oder später auf dem Rasentraktor, stets war er dort zu sehen. Auch nach der Fertigstellung war sein Name mit großem Einsatz für die Grünanlage und als langjähriger Betreuer und Ansprechpartner dem Schützenheim. Vom Stadtverband der Hammer Schützenvereine wurde er für seine Verdienste um das Schützenwesen ausgezeichnet.

Die Trauerfeier für Hans-Günter Stomin findet mit anschließender Beisetzung am 30. Mai um 14 Uhr in der Johanneskirche im Hammer Norden statt.

Die schönsten Fotos vom vergangenen Rosenmontags-Umzug gibt es im wa.de-Liveticker.

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