Komba will Stärke demonstrieren

„Frechheit“: Einschränkungen durch Warnstreik – Busverkehr, Parken und Müllabfuhr

Bis zu 100 Beschäftigte sollen zu Spitzenzeiten am Streikposten am Busdepot Kampshege gewesen sein.
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Bis zu 100 Beschäftigte sollen zu Spitzenzeiten am Streikposten am Busdepot Kampshege gewesen sein.

Es geht um mehr Geld, freie Tage und um Wertschätzung. Die Gewerkschaften Verdi und Komba rufen in dieser Woche auch in Hamm erneut zum Streik auf.

Update vom 20. Februar, 15:11 Uhr: Verdi-Gewerkschaftssekretärin Gudrun Janßen ist mit dem heutigen Warnstreik zufrieden. „Aus Hamm und dem Kreis Unna sind wir mit gut 300 Kollegen nach Wuppertal gefahren. Dort wurden rund 2.000 Teilnehmer erwartet, gut 3.000 sind gekommen“, sagt sie wa.de. „Wir hoffen, dass die Wichtigkeit des Themas nun beim Arbeitgeber angekommen ist.“

Aus ihrer Sicht werde es im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde Mitte März mit Sicherheit zu einem erneuten Streik der Gewerkschaft Verdi kommen. „Im Normalfall haben wir nach der zweiten Verhandlungsrunde wenigstens immer ein Angebot vorliegen gehabt, über das wir uns ärgern konnten. Dieses Mal kam gar nichts. Es ist also dringend notwendig, dass wir noch einmal Flagge zeigen.“ An Karneval seien Maßnahmen in NRW unwahrscheinlich. „Aber alles davor und dahinter ist möglich.“

Warnstreik in Hamm: Einschränkungen auch bei der Müllabfuhr

Update vom 20. Februar, 14:46 Uhr: Durch den Warnstreik sind bei der Müllabfuhr in Hamm heute vier Touren ausgefallen. Das teilt Stadtsprecher Tom Herberg mit. Um weitere Ausfälle zu verhindern, haben Mitarbeiter der Straßenreinigung die Müllfahrzeuge besetzt. Folglich sei es in der Straßenreinigung zu Ausfällen gekommen, Sperrmülltermine seien bereits im Vorfeld verschoben worden. „Nicht betroffen vom Streik sind der Recyclinghof am Lausbach und die Annahmestelle am Ökonomierat-Peitzmeier-Platz. Hier ist ganz normal geöffnet.“

Wie bei den letzten Streikmaßnahmen gilt: Tonnen, die aufgrund des Arbeitskampfes nicht geleert worden sind, werden nicht nachgefahren. „Deshalb können Säcke neben die Tonnen gestellt und Papier gebündelt neben die Papiertonnen gelegt werden. Natürlich nur in den Straßen, die wirklich aufgrund des Streiks nicht abgeholt wurden.“ Pappe, Papier und Wertstoffe können kostenfrei am Recyclinghof abgegeben werden, Rest- und Biomüll nicht.

Das Kundenaufkommen in den Bürgerämtern sei vergleichsweise moderat ausgefallen. In Rhynern, Bockum-Hövel und Heessen konnte nur eingeschränkt gearbeitet werden. In Mitte, Uentrop und Herringen gibt es nur einen Notdienst. Personalausweise und Reisepässe werden allerdings ausgegeben.

„Das ist eine Frechheit“: Weiterer Warnstreik bei Komba in Planung

Update vom 20. Februar, 14:16 Uhr: Gegen 13:30 Uhr ist Thorsten Schwark heute zurückgekehrt. Gemeinsam mit circa 85 Mitstreitern aus Hamm war der Vorsitzende der Gewerkschaft Komba in Hamm am Donnerstagmorgen zu einer Kundgebung in Soest aufgebrochen. „Wir waren mit zwei Bussen unterwegs. Es war eine gelungene Veranstaltung.“

Der Auslöser des Warnstreiks war eine aus Sicht der Gewerkschafter enttäuschende zweite TVöD-Verhandlungsrunde am Montag und Dienstag in Potsdam. „Verhandlungsrunde ist da das falsche Wort, es gab ja gar nichts zu verhandeln. Die Arbeitgeber wollten gar nichts zahlen, da ist überhaupt kein Vorschlag gekommen“, so Schwark. „Bei einer Inflation von zwei Prozent wäre eine Nullrunde für uns eine Negativrunde. Das macht uns wütend, es ist eine Frechheit, was da gerade passiert.“

Vor der dritten Verhandlungsrunde Mitte März habe man Druck auf die Arbeitgeber ausüben wollen. Für einen weiteren Warnstreik im März gebe es bereits konkrete Planungen. Bislang fehle allerdings noch die Genehmigung. „Es gibt also noch keinen offiziellen Termin.“

Warnstreik seit dem frühen Morgen: Linienbusse, Parkhäuser und Bürgerämter betroffen

Update vom 20. Februar, 11:06 Uhr: Bereits gegen vier Uhr am Donnerstagmorgen kamen Beschäftigte der Stadtwerke in Hamm zum Streik am Busdepot Kampshege zusammen. Nach Angaben der Streikenden waren zwischenzeitlich zwischen 80 und 100 Arbeitskämpfer vor Ort. Bis 14 Uhr wollen Sie am Streikposten verbleiben.

Am Donnerstag werden keine Busse der Stadtwerke unterwegs sein. Am Freitagmorgen, gegen vier Uhr, soll der reguläre Busverkehr wieder starten.

Warnstreik in Hamm: Linienbusse, Parkhäuser und Bürgerämter betroffen

Erstmeldung vom 19. Februar, 9:49 Uhr: Hamm – Nächster Aufruf zum Streik: An diesem Donnerstag, 20. Februar, sollen die Beschäftigten der Stadt Hamm, der Stadtwerke und des Kommunalen Jobcenters erneut Stifte und Werkzeug niederlegen. Die Gewerkschaften Komba und Verdi reagieren damit auf zweite Verhandlungsrunde, die aus Sicht der Gewerkschaftsverantwortlichen erneut enttäuschend verlaufen sei.

Warnstreik in Hamm: Linienbusse, Parkhäuser und Bürgerämter betroffen

Mit Demonstrationszug durch die Innenstadt von Hamm machte die komba Anfang Februar auf ihre Forderungen aufmerksam.

Bei den Stadtwerken werden deshalb am gesamten Donnerstag keine Busse fahren. Das betrifft folgende Linien:

  • Linie 1 (Westherringen – Maximilianpark),
  • Linie 2 (Bockum-Hövel Bf – Rhynern),
  • Linie 3 (Pelkum Selbachpark – Werries),
  • Linie 6 (Heessen, Eckey – Maximilianpark),
  • Linie 7 (Herringer Markt – Berge, Konrad-Adenauer-Schule),
  • Linie 9 (Herringer Markt – Nicolaus-Ehlen-Straße),
  • Linie 11 (Hauptbahnhof – Bockum, Horster Straße),
  • Linie 12 (Hauptbahnhof – Heessen, St.-Barbara-Klinik),
  • Linie 26 (Hauptbahnhof – Rastenburger Straße),
  • und Linie 27 (Hauptbahnhof – Klutestraße).

Auch die Nachtbusse entfallen. Die Busse der Verkehrsgesellschaft Breitenbach dürften dagegen fahren. Das sind die Linien 4, 5, 10, 13, 14, 32, R37, 140, 141, die Ringlinie und die Schulbusse E25, E35, E36, E37, E38, E53, E56, E71, E73 und E82 (7.10 bis 7.47 zum Schulzentrum Bockum).

Die Reiseagentur Kiese bedient folgende Schulbusse: E25 (Wambeln 6.53 Uhr – Berge, Konrad-Adenauer-Schule 7.30 Uhr), E40, E54 (Hauptbahnhof 7.39 Uhr – Friedrich-Ebert-Schule, Auf dem Hilkenhohl 7.46 Uhr), E57 (Wilhelm-Nabe-Straße 6.44 und 7.21 Uhr – Bockum 7.04 und 7.45 Uhr, Bockum 7.25 Uhr – Wiescherhöfen 7.56 Uhr), E72.

Dargel Reisen fährt auf den Schulbuslinien E66 und E97.

Parkhäuser

Die von den Stadtwerken betriebenen Parkhäuser (Heinrich-von-Kleist-Forum, Brüderstraße und Hauptbahnhof, Eingang West) bleiben an diesem Tag für den öffentlichen Zugang geschlossen. Die Stadtwerke sind auch telefonisch nur eingeschränkt erreichbar.

Bürgerämter

Nach Angaben der Stadtverwaltung werden die Bürgerämter in Rhynern, Pelkum, Bockum-Hövel und Heessen eingeschränkt arbeiten können. In den Bürgerämtern Mitte, Uentrop und Herringen wird es hingegen nur einen Notdienst geben.

Personalausweise und Reisepässe können laut Stadt ausgegeben werden. Bei der Straßenreinigung und der Müllabfuhr kann es vereinzelt zu Ausfällen kommen. Der ASH wird zunächst versuchen, betroffenen Routen mit Personal der Straßenreinigung zu besetzen. Das genaue Ausmaß aber erst am Donnerstag im Laufe des Tages feststehen.

Leere Kassen seien Grund für Blockade

„Allein der Hinweis auf leere Kassen kann nicht Grund sein, jede Verhandlung zu blockieren und den Kopf in den Sand zu stecken“, erklärte Thorsten Schwark, Vorsitzender des Ortsverbandes Hamm der komba Gewerkschaft, in einer Mitteilung. „.Die Beschäftigten sind nicht dafür verantwortlich. Und wer einen starken, zuverlässigen öffentlichen Dienst haben will, der muss auch bereit sein, in die Taschen zu greifen und gut zu bezahlen. Wer nichts gibt, bekommt auch nichts.“

200 Euro zusätzlich für Azubis

Gefordert werden von den Gewerkschaften eine Erhöhung der Entgelte in einem Volumen von 8 Prozent, drei zusätzliche Regenerationstage für alle Beschäftigten und einen weiteren Tag für Gewerkschaftsmitglieder, die Einrichtung eines Arbeitszeitkontos zur flexiblen Gestaltung sowie 200 Euro zusätzlich für Auszubildende.

Schon am 5. Februar hatte es einen Streik gegeben. An diesem Tagt versammelten sich etwa 120 Streikende vor dem Rathaus und starteten einen Demonstrationslauf durch die Innenstadt. Der Betrieb in den Bürgerämtern verlief an diesem Tag nur eingeschränkt, dies könnte auch nun wieder der Fall sein.

Vor der dritten Verhandlungsrunde im März kündigt die komba zudem einen weiteren Streiktag an.

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