Stadtverwaltung betroffen
So lief der Komba-Warnstreik in Hamm: Bürgerämter dicht und keine Straßenreinigung
Dem Warnstreik-Aufruf der Komba-Gesellschaft in Hamm sind am Mittwoch rund 120 Bedienstete gefolgt. Spürbar wurde der Streik vor allem in den Bürgerämtern. Die Straßenreinigung fiel flach, der Müll wurde hingegen abgefahren.
Hamm - Rund 120 Bedienstete der Stadtverwaltung, des Kommunalen Jobcenters und der Stadtwerke sind am Mittwoch auf die Straße gegangen, um der Forderung nach mehr Geld in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen. In den Bürgerämtern lief deshalb der Betrieb nur eingeschränkt.
So lief der Komba-Warnstreik in Hamm: Bürgerämter dicht und keine Straßenreinigung
In den Bürgerämtern Mitte und in Herringen war nur ein Notdienst im Einsatz. Personalausweise und Reisepässe seien aber trotz des Streiks ausgegeben worden, teilte die Pressestelle der Stadt am Nachmittag mit. Das Bürgeramt in Uentrop sei nicht besetzt gewesen, die Bürgeramtsleitung habe als Ansprechpartner zur Verfügung gestanden. Wer einen Personalsausweis oder Reispass abholen wollte, sei an das Bürgeramt in Rhynern verwiesen worden. Dort sowie in den Bürgerämtern Pelkum, Bockum-Hövel und Heessen sei die Sachbearbeitung mit Einschränkungen möglich gewesen. Längere Warteschlangen habe es nicht gegeben, viele Bürger seien rechtzeitig informiert gewesen und hätten ihren Amtsbesuch auf einen anderen Tag gelegt.
Ausfälle bei der Müllabfuhr seien verhindert worden, hieß es weiter aus dem Rathaus. Zwar hätten auch einige Mitarbeiter des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs (ASH) am Mittwoch die Arbeit niedergelegt, dafür seien Mitarbeiter der Straßenreinigung auf die Müllfahrzeuge umgesetzt worden. Im Gegenzug wurde die Straßenreinigung größtenteils ausgesetzt und wird auch nicht nachgeholt. „Die Müllabfuhr war so auf allen Touren sichergestellt. Es gab keine streikbedingten Ausfälle, es sind keine Nachleerungen notwendig“, teilte Stadtsprecher Cedric Sporkert mit.
Weitere Einschränkungen gab es offenbar nicht. Der Warnstreik hatte sich allein auf den Mittwoch bezogen. Die Arbeitskämpfer hatten sich morgens vor dem Rathaus getroffen und waren von dort zu einem Demonstrationszug durch die östliche Innenstadt aufgebrochen. Endstation war erneut das Hammer Rathaus.
Der Hammer Komba-Ortsverbandsvorsitzende Thorsten Schwark sprach anschließend von einer gelungenen Aktion. „Es hat alles gut geklappt. Wir sind sehr zufrieden“, so Schwark. Die Komba in Hamm zählt rund 600 Mitglieder.
Zuletzt hatte es 2024 Streikaktionen in Hamm gegeben. Busse fuhren damals nicht. Dies war am Mittwoch nicht wieder der Fall.