Verdi verschärft Druck weiter

Wieder Warnstreik in Hamm: Busse bleiben zwei Tage stehen

Verdi zieht die Warnstreik-Schlinge immer enger. Leidtragende sind in Hamm einmal mehr die Bürger, die auf den Bus angewiesen sind. Und was ist mit dem Parkhaus am Bahnhof?

Hamm – Beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stehen die Zeichen weiter auf Streik. Die Gewerkschaft Verdi ruft das Personal des Stadtwerke-Verkehrsbetriebs für Dienstag, 5., und Mittwoch, 6. März, erneut zum Warnstreik auf – schon zum vierten Mal innerhalb weniger Wochen. In Hamm werden die Stadtwerke-Busse deshalb im Depot bleiben; Fahrten des privaten Unternehmens Breitenbach und der öffentlichen Anbieter RLG, RVM und VKU finden voraussichtlich statt.

Erneut werde auch das von den Stadtwerken betriebene Parkhaus unter dem Heinrich-von-Kleist-Forum bestreikt, so Unternehmenssprecherin Cornelia Helm. Allein Dauerparker können über die Zufahrt bei Blumen Schmohr hinein und über die reguläre Ausfahrt am Bahnhof hinaus. So sollte es auch in der Vorwoche sein, doch da habe es zeitweise technische Probleme mit einem Rolltor gegeben. Helm: „Eine Reparatur war wegen des Streiks nicht möglich.“

Die Stadtwerke-Busfahrer hatten zuletzt am vergangenen Donnerstag und Freitag die Arbeit niedergelegt. Die Serie hatte am 2. März begonnen.

Verdi will Druck auf kommunale Arbeitgeber aufbauen

Verdi will mit dem erneuten Warnstreik Druck auf die kommunalen Arbeitgeber aufbauen. In der aktuellen Tarifrunde fordert die Gewerkschaft mehr freie Tage, Schichtzulagen und eine Jahressonderzahlung. Die Forderungen sollen bei einer zentralen Kundgebung am Mittwochvormittag in Dortmund bekräftigt werden. Verdi „bedauert, dass mit den Streikmaßnahmen auch die Fahrgäste getroffen werden“, heißt es in einer Mitteilung.

Der regionale Bahnverkehr ist nicht vom Verdi-Streik betroffen. Gleichwohl wird auch dort gestreikt - und zwar ab Donnerstagfrüh und dann für 35 Stunden. Am Mittwoch werden zudem die Lufthansa-Flieger bestreikt.

Rubriklistenbild: © Rother

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