Kritik an Energiepolitik
200 Fahrzeuge: Energie-Protest endet im Hammer Süden
Rund 200 Fahrzeuge bewegten sich am frühen Freitagnachmittag in Hamm über drei feste Routen in Richtung Zentralhallen. Mit dieser „Sternfahrt-Demo“ wollten Hammer Unternehmer ein Zeichen setzen gegen die sich unablässig hoch drehende Energiepreisspirale.
Hamm - „Wirtschaft braucht Energie - Energiepreissenkung jetzt“ war die Protestaktion überschrieben. Wie am Donnerstag angekündigt, trafen sich die Teilnehmer am frühen Nachmittag an drei Standorten im Osten, Süden und Westen der Stadt und bildeten Autokorsos. Bis zu 350 Fahrzeuge hatte Frederick Müller, Sprecher der Veranstaltung, erwartet. Tatsächlich wurden es rund 200.
Nach Polizeiangaben brachen am Maxi-Center in Werries 90 Fahrzeuge, darunter auch Lkw, auf. In Rhynern bestand der Zug aus 35 Fahrzeugen, an der Hafenstraße kamen 50 Fahrzeuge und 20 Krads zusammen. Die Polizei sicherte die mit 20 bis 30 km/h rollenden Züge an der Spitze und am jeweiligen Ende. Nach Durchzug wurden die genutzten Straßen direkt wieder freigegeben.
Polizei und Stadtwerke erfreut über störungsfreien Ablauf
Die Teilnehmer versuchten, mit Hupen, Fahnen und Wimpeln auf sich aufmerksam zu machen. Nach Beobachtung unserer Reporter wirkte alles aber recht unspektakulär. Ein Polizeisprecher bestätigte diese Eindrücke und freute sich zudem, dass „keine nennenswerten Störungen“ gegeben habe.
Viele Linienbusse wurden während der Straßenaktionen umgeleitet, der Normalbetrieb stellte sich aber schnell wieder ein. Ein Sprecher der Leitstelle des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke zollte den Organisatoren ein Lob.
Aufruf der Mittelstands-Initiative „Wirtschaft braucht Energie“
Die drei Mal rund sieben Kilometer langen Proteststrecken endeten auf dem Ökonomierat-Peitzmeier-Platz, wo eine kurze Abschlusskundgebung stattfand. Eine kleine Bühne war dafür aufgebaut worden. Alle Fahrzeuge waren bereits um 15.20 Uhr da, um 16.05 war die Gesamtveranstaltung laut Polizei beendet.
Die Teilnehmer folgen einem Aufruf der Mittelstands-Initiative „Wirtschaft braucht Energie“, die auf die dramatische Lage insbesondere bei den familiengeführten Unternehmen aufmerksam machen will, so Müller. Mehr als 200 teils namhafte Hammer Firmen haben sich angeschlossen. Sie fordern zum Beispiel die zeitnahe Umsetzung nicht nur einer Gaspreisbremse, sondern auch einer Strompreisbremse, um Planungssicherheit für die nahe Zukunft zu erhalten. (Die komplette Unterstützerliste finden Sie unten auf der Homepage der Initiative: hier klicken.)