Firmen machen Freitag mobil

Energiepreis-Sternfahrt will Hammer Straßen lahmlegen

Mit einer auf vier Stunden angelegten Sternfahrt-Demo wird die Initiative „Wirtschaft braucht Energie“ am Freitag in Hamm Teile der Innenstadt und viele Straßen im östlichen, südlichen und westlichen Umfeld blockieren. Überschrieben ist sie mit dem Ruf „Energiepreissenkung jetzt“.

Hamm – Die Verkehrsunternehmen rechnen in der Zeit von 14 bis 18 Uhr mit teils „erheblichen Behinderungen und Verzögerungen im Linienverkehr“; zeitweise werde es „nicht möglich sein, Bereiche der Innenstadt anzufahren“, so Stadtwerke-Sprecherin Stefani Müller-Veit.

Teilnehmer mit „Fahrzeugen aller Art“ werden um 14 Uhr an drei Standorten zu Korsos bilden: am Oberallener Weg, an der Hafenstraße und an der Eissportarena. Über jeweils rund sieben Kilometer rollen sie dann ab 14.30 Uhr durch die entsprechenden Stadtbezirke und Ortsteile zum Ökonomierat-Peitzmeier-Platz (hier klicken für den genauen Streckenverlauf). Auf dem Platz an den Zentralhallen sind laut Polizei schließlich „einige Ansprachen geplant“, nicht aber eine größere Kundgebung. Bis 18 Uhr soll alles beendet sein.

Energiepreis-Demo in Hamm: 300 Fahrzeuge aller Art angemeldet

Eine Gesamtteilnehmerzahl sei „schwer einzuschätzen“, sagt Frederick Müller als Initiativensprecher. Doch die angebundenen mehr als 200 Unternehmen hätten zusammen ein reichweitenstarkes Netzwerk und die Demo-Planung darüber breit gestreut. Zumal auch Privatpersonen zur Teilnahme aufgerufen sind.

Müller erwartet bei der Sternfahrt folglich Fahrzeuge aller Art, darunter Firmenautos, Privat-Pkw, Lkw, Traktoren und sogar Motorradfahrer – denn auch ein Motorradclub habe seine Teilnahme zugesagt, der wiederum weitere Biker anwirbt. Bei der Polizei angemeldet sind 300 Fahrzeuge – „unabhängig davon, ob diese Zahl tatsächlich erreicht werde“, wie Behördensprecherin Hannah Reineke erklärt.

Energiepreis-Demo in Hamm: „endlich Planungssicherheit“

Die für die Aktion genutzten Straßen werden je nach Nutzungsdauer kürzer oder länger gesperrt. „Wir haben im Vorfeld eng mit der Polizei zusammengearbeitet, um alles möglichst störungsfrei über die Bühne zu bekommen“, erklärt Müller, der bislang keine Erfahrung mit dem Anmelden und Organisieren von Demos hatte. Schließlich wolle man „den Bürgern ja den Freitagnachmittag nicht vermiesen“. Und natürlich soll zum Beispiel der Einsatz von Rettungsfahrzeugen möglich bleiben.

Die Gruppierung möchte mit der Aktion möglichst öffentlichkeitswirksam Druck auf die Politik erzeugen: Sie müsse den vielen existenzgefährdeten Unternehmen angesichts branchenübergreifend weiter steigender Kosten „endlich Planungssicherheit“ geben, erklärt Frederick Müller die Idee. Trotz diverser Maßnahmenpakete gebe es noch immer keine politischen Lösungen. (Ähnliche Rufe wurden auch beim jüngsten Energiegipfel in Hamm laut.)

Energiepreis-Demo in Hamm: viele namhafte Unterstützer

Die Sternfahrt baut auf einer Podiumsdiskussion zum Thema „Energiepreissenkung“ auf, das im September im mit rund 200 Teilnehmern voll besetzten Foyer der Zentralhallen stattfand. Unter den Unterstützern der Mittelstands-Initiative „Wirtschaft braucht Energie“ sind namhafte Unternehmen wie der Bäckerbetrieb Dördelmann, die Düchting GmbH, das Gartencenter Bintig, der Getränkehändler Schürmann, die Hauschild GmbH, Hugo Schneider, Jäckering, Jäschke, Truck Center Ducke die WDI und die Zentralhallen. (Die komplette Liste finden Sie unten auf der Homepage der Initiative: hier klicken.)

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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