Sextortion
Senior mit Nacktaufnahmen erpresst: Polizei warnt vor krimineller Masche
Erpresser haben einen Senior aus Hamm um einen vierstelligen Geldbetrag gebracht. Es ist nicht der erste Fall dieser Art – deshalb warnt die Polizei.
Hamm – Ein Senior aus Hamm ist am Sonntag, 6. Oktober, Opfer einer sogenannten „Sextortion“-Masche geworden. Nachdem eine ihm unbekannte Frau sich in einem Videotelefonat mit ihm ausgezogen hatte, tat er nach Aufforderung der Frau dasselbe und führte sexuelle Handlungen an sich selber durch, wie die Polizei Hamm mitteilt. Anschließend wurde der Mann mit Aufzeichnungen des Telefonats erpresst – mit Erfolg. In Hamm gab es zuletzt etliche solcher „Sextortion“-Fälle, deshalb warnt die Polizei.
Senior mit Nacktaufnahmen erpresst: Hammer überweist Geld auf Konto in Litauen
Zunächst lernte der Senior aus Hamm die unbekannte Frau in einem Chatraum kennen. Anschließend wechselten beide für ein Videotelefonat zu einem anderen Messenger. Dort folgte die Aufforderung der Dame, sexuelle Handlungen an sich selber durchzuführen.
„Nachdem er dieser Bitte nachgekommen war, brach die Verbindung ab und der Senior erhielt mehrere Nachrichten mit der Aufforderung, Geld zu überweisen“, schreiben die Ermittler. Sollte der Hammer dies nicht tun, so hieß es von den Erpressern, würden die Videoaufzeichnungen im Internet landen und an seine Kontakte geschickt werden. Der Senior überwies einen vierstelligen Betrag auf ein Konto in Litauen, und erstattete am Folgetag Strafanzeige bei der Polizei.
Erpressungsmethode „Sextortion“: Polizei warnt eindringlich
Die Erpressungsmethode „Sextortion“ setzt sich aus den englischen Begriffen „Sex“ und „Extortion“, also Erpressung, zusammen. Dabei lernen betroffene Personen eine fremde Person über ein soziales Netzwerk oder über Dating-Plattformen kennen. Durch die virtuellen Gespräche wird ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, und anschließend werden die Opfer skrupellos ausgenutzt. Deshalb warnt die Polizei:
- Verschicken Sie keine Nacktaufnahmen.
- Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an.
- Prüfen Sie regelmäßig Ihre Account- und Privatsphäreneinstellungen.
- Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten wie Anschrift, Geburtsdatum oder Arbeitgeber.
- Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu.
- Im Zweifel: Decken Sie die Kamera zunächst ab, um lediglich verbal zu kommunizieren und das Geschehen zu beobachten.
- Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in (Video-)Chats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen.
Kriminelle und Erpresser finden immer neue Methoden, um die Menschen um ihr Geld zu bringen. Regelmäßig werden insbesondere Männer Opfer von perfiden Dating-Fallen.
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