Endlich Pläne für verwahrlostes Gelände
Schandfleck verschwindet - Welch ein Wunder im Hammer Osten!
Kontrastprogramm ist milde ausgedrückt, andere sprechen offen von einem „Schandfleck“: Gemeint ist die seit Monaten leerstehende Schrauberwerkstatt an der Lippestraße/ Ecke „An der Steinernen Brücke“.
Hamm-Osten – In direkter Nachbarschaft zu den neuen, properen und viel gelobten HGB-Häusern des Stadttores Ost liefert das verwahrloste, alte Tankstellengelände am östlichen Eingangstor nach Hamm einen starken Kontrast und ein Daueraufregerthema im Hammer Osten. Das dürfte bald vorbei sein. Die Hammer Gemeinnützige Baugesellschaft (HGB) hat sich das Eckgrundstück gesichert.
„Wir haben am Freitag vergangener Woche den Kaufvertrag unterschrieben“, sagt HGB-Geschäftsführer Thomas Jörrißen. „Eigentümer werden wir im Dezember sein. Wir wollen dann die Ecke baulich abrunden.“
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"Lange auf den Kauf hingearbeitet"
Rund 1180 Quadratmeter groß ist das Grundstück. Letzter und langjähriger Pächter war Erhard Wunder, der im Sommer 2018 gestorben ist. Seitdem steht seine Werkstatt leer, verkommt das Gelände mehr und mehr. Dabei hat es schon seit Jahren alles andere als einen gepflegten Eindruck gemacht.
HGB-Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben die Fläche schon länger im Blick. „Schon als wir das Stadttor Ost planten, haben wir versucht, das Grundstück zu bekommen“, sagt HGB-Aufsichtsratvorsitzender Dennis Kocker. Demnach seit etwa 2014. „Es sah schon schlimm aus. Wir haben lange auf den Kauf hingearbeitet“, sagt Oskar Burkert, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender. Erhard Wunder blieb und schraubte weiter an Autos und mehr.
Stadttor Ost im Kleinformat
Für einen Zeitplan zur Neubebauung des Grundstücks ist es noch zu früh. Fest steht: „Wir planen eine Bebauung wie beim Stadttor Ost, nur im Kleinformat“, sagt Jörrißen mit Blick auf die kleineren Nachbarhäuser, an denen das neue Gebäude angepasst werden soll. Für eine Kopie der HGB-Häuser ist das Grundstück zu klein. Wenn fünf Wohneinheiten entstehen könnten, sei das gut, sagt er. Mit der Planung ist das Architekturbüro Eichhorst & Schade beauftragt, das schon das Stadttor Ost entworfen hat.
Sind die Formalitäten zum Eigentümerwechsel erledigt, will die HGB zunächst einen Antrag auf Abbruch stellen. Mit bösen Überraschungen im Boden des ehemaligen Tankstellengeländes rechnet das städtische Tochterunternehmen eher nicht. „Wir haben schon umfangreiche Beprobungen gemacht“, sagt Jörrißen mit Verweis auf die Aussagen der Gutachter, dass auf dem Gelände Wohnbebauung entstehen könne. Die Bodentanks der ehemaligen Tankstelle seien schon um die Jahrtausendwende ausgebaut und der Boden aufgefüllt worden.