Bald Ende der Polizeieinsätze?

Parkhaus-Rolltore sollen endlich rollen - Angreifer noch nicht gefasst

 Zu- und Ausfahrt werden nachts durch Rolltore verschlossen.
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Mehr Sicherheit, weniger Gäste: Zu- und Ausfahrt werden nachts durch Rolltore verschlossen.

Lange war die Inbetriebnahme angekündigt, nun soll sie endlich erfolgen: Am 29. Oktober sollen die Rolltore an den Zu- und Ausfahrten des Parkhauses unterm Kino in Hamm scharf geschaltet werden.

Hamm – Dann ist der Zugang ab den späten Abendstunden nur noch mit einem gültigen Parkticket möglich. Das teilte der Eigentümer der Immobilie jetzt gegenüber unserer Zeitung mit. Erst am vergangenen Wochenende hatte die Bluttat an einem Obdachlosen, der zuvor in der Tiefgarage war, für Aufsehen gesorgt.

Sowohl Eigentümer als auch Betreiber Saba Park Deutschland GmbH erhoffen sich von den neu eingebauten Rolltoren eine deutliche Verbesserung der Situation in der Garage. Polizeieinsätze sind hier an der Tagesordnung, weil hier immer wieder ungebetene Gäste ihr Nachtlager aufschlagen, Drogen konsumieren oder damit handeln und Müll und Fäkalien hinterlassen. Seit Jahresbeginn hat es Dutzende Einsätze von Polizei und Rettungsdienst gegeben.

Der neue Parkhausbetreiber hatte die Rolltore bereits im April 2021 einbauen lassen.

Ursprünglich hatten die Tore schon eher in Betrieb gehen sollen, doch ein falsches Teil in der elektronischen Anlage sorgte für eine Verzögerung. Neben den Toren hatte Saba Park weitere Sicherungsmaßnahmen, zum Beispiel an den Notausgängen, vorgenommen und darüber hinaus noch andere angekündigt. Das Unternehmen mit Zentrale in Berlin hatte das Haus im Dezember 2020 übernommen. Nach einem Jahr will Saba Park zum Standort Hamm Bilanz ziehen.

Bluttat neben der Tiefgarage: Suche nach Täter oder Tätern

Nach dem versuchten Tötungsdelikt im Umfeld des Parkhauses ist den Ermittlern der Dortmunder Mordkommission noch kein entscheidender Durchbruch gelungen. Wie Presse-Staatsanwalt Henner Kruse am Montag auf WA-Anfrage erklärte, gebe es „ein paar Verdachtsmomente“, denen derzeit nachgegangen werde. Darüber hinaus sei bislang aber nichts spruchreif. Das Opfer sei weiterhin nicht vernehmungsfähig.

Wie berichtetet, war der 40-Jährige am Samstag zwischen 2 und 2.30 Uhr vermutlich auf der Königstraße zwischen der Südstraße und dem Verbindungsweg zum Ostenwall niedergestochen worden. Das Opfer wird der Obdachlosen- und Drogenszene zugeordnet und hatte sich laut Staatsanwaltschaft bis 2 Uhr in der Tiefgarage aufgehalten. Der 40-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde notoperiert.

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