Zwischenbilanz für Ampelkoalition

Kritik an Radwegeplanung - Hamm „vom Anspruch weit entfernt“

Fahrradfahrer
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Fahrradfahren in Hamm: nicht immer und überall ein Vergnügen. (Symbolbild)

Die Ampelkoalition in Hamm möchte die Stadt für Fahrradfahrer viel attraktiver machen. Der Applaus der Angesprochenen ist bislang verhalten.

Hamm – Der Hammer Radlerstammtisch zieht zur Halbzeit der Ampelkoalition im Rathaus eine gemischte Bilanz. Es sei schon einiges geschehen, sagte Sprecher Walter Hupfeld. Man vermisse aber nach wie vor eine zusammenhängende Radwegeplanung in der Stadt. Der Radlerstammtisch steht allen Interessierten offen und gilt als verkehrspolitischer Arbeitskreis des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC).

Von den im Koalitionsvertrag angekündigten kreuzungsfreien Radwegen habe sich die rot-gelb-grüne Koalition schnell verabschiedet, sagte Hupfeld. Immerhin habe die Stadtverwaltung damit begonnen, die Promenade und Hauptrouten in die Stadtbezirke zu überplanen. Damit sei ein bereits 2020 unter der großen Koalition beschlossene Radwegebauprogramm umgesetzt worden.

Für die Hauptrouten gebe es allerdings keinen definierten Standard, so Hupfeld. Wünschenswert wäre ein Ausbau als Radvorrangroute, wie er von der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen (FGSV) festgelegt wurde.

Radfahren in Hamm: Vieles fehlt (noch)

Vom Anspruch, „Radfahren in Hamm die bessere Alternative für den Weg zur Arbeit, für den Schulweg und in der Freizeit“ machen zu wollen, sei die Ampelkoalition noch sehr weit entfernt, sagte Hupfeld. Hierzu wären ein beschleunigter Ausbau der Radhauptrouten und größere Anstrengungen bei der Sanierung und Verbreiterung der vorhandenen Radwege vonnöten sowie ein Radverkehrsplan wünschenswert.

Im Juni 2023 hatte der ADFC in Hamm ein Novum präsentiert: eine interaktive Karte, die Fahrradunfälle in der Stadt darstellt.

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