Aufatmen in Hamm

Ausgebüxte Pferde stoppen Zugverkehr - Ungewöhnliche Rettungsaktion der Polizei

Pferde am Polizeiauto. Im Hintergrund ist eine Bahnschranke zu sehen.
+
Pferde am Polizeiauto am Mittwochfrüh in Hamm. Im Hintergrund ist eine Bahnschranke zu sehen.

In Hamm spielte die Polizei in einer aufregenden Rettungsaktion Babysitter für fünf Pferde. Pikanterweise verläuft ganz in der Nähe eine Bahnstrecke...

Hamm - Die Polizei, dein Freund und Helfer: Das gilt nicht nur für Menschen, sondern immer mal wieder auch für Tiere. Diesmal ging es um fünf ausgebüxte Pferde. Spoiler: Die Sache ging gut aus.

Am frühen Mittwochmorgen, 28. Februar, um 4.37 Uhr klingelte bei der Polizei in Hamm der Notruf. Im Bereich Pelkum/Wiescherhöfen seien fünf von einem nahe gelegenen Hof entlaufene Pferde auf der Straße unterwegs, meldete eine Anruferin.

Ihr heimlicher Ausflug habe die Tiere zur Einmündung der Rathenaustraße auf die Weetfelder Straße geführt, erklärte Polizeisprecherin Lena Jesberg wenige Stunden später in ihrem Bericht. Weil ganz in der Nähe eine mehrgleisige Bahnstrecke verläuft, wurde der Vorfall auch der Bundespolizei gemeldet, die kurzerhand den Zugstrecke unweit des Hauptbahnhofs komplett stoppen ließ.

Ausgebüxte Pferde wohlbehalten zurück auf dem Hof

Vor Ort kümmerten sich Polizisten um die verunsicherten Tiere. Sie konnten gegen 5.05 Uhr ein Flatterband um sie spannen und sie so beisammen halten, erklärte Jesberg. Gegen 5.20 Uhr habe der Besitzer die Pferde „wohlbehalten“ einfangen und zum Hof zurückführen können.

Nach Angaben der Bundespolizei ruhte der Bahnverkehr zwischen 4.55 und 5.07 Uhr. Die Alarmierung lautete „Freilaufende Pferde am Gleis“.

Die Polizei titelte ihren eigenen Bericht am Mittwoch mit „Verwieherte Pferde“...

Die sprichwörtlich großen Tiere spielen bei der Polizei selten eine Rolle, kleinere schon eher ab und zu. So machte sie 2015, 2017 und 2018 gleich insgesamt vier Mal als Enten- und Küken-Retter Schlagzeilen. 2018 befreiten Beamte zudem eine hilflose Katze aus einer potenziell tödlichen Falle. Erst eine Woche zuvor hatte ein Sprayer für eine Unterbrechung des Bahnverkehrs gesorgt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare