Fotos geschossen

Polarlichter über Hamm: „Es ist einfach unglaublich“

Dieses Foto gelang Stephan Schwartänder, Mitarbeiter der Stadt Hamm in Herringen.
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Dieses Foto gelang Stephan Schwartänder, Mitarbeiter der Stadt Hamm in Herringen. Unten ist das Haldenzeichen zu sehen. Er erklärt: „Ich habe es in der Nacht zu Samstag am Haldenzeichen des Lippeparks aufgenommen. Die Lichter waren als rötlicher Schimmer zwar mit bloßem Auge erkennbar, aber gut zur Geltung kamen sie erst bei einer längeren Belichtungszeit mit einer Kamera (oft auch schon mit dem automatischen Nachtmodus bei den meisten Smartphones) und einer nachträglichen Bearbeitung, um die Lichtverschmutzung in der Stadt ein wenig herausfiltern zu können.“

Ein Fotograf aus Hamm wird von seiner Freundin geweckt und kann sein Glück kaum fassen. Er hat Fotos von Polarlichtern über der Stadt geschossen.

Hamm – Polarlichter sind ein besonderes Naturschauspiel. Die Chance, sie an diesem Wochenende zu sehen, waren und sind in Deutschland sehr groß – auch in Nordrhein-Westfalen. Nicht nur im Kreis Soest oder im Märkischen Kreis wurde das Naturschauspiel beobachtet, sondern sogar in Hamm.

Über ganz Hamm waren in der Nacht von Freitag auf Samstag Polarlichter am Himmel zu sehen. Dieses Foto zeigt unten das Volksbank-Gebäude in der Innenstadt.

Fotograf entdeckt Polarlichter über Hamm: „Einfach unglaublich“

Das Fotografen-Duo „FotoStuss“, bestehend aus den Hammern Alexander Horst und Florian Neumann, hatte großes Glück und konnte Polarlichter über Hamm einfangen. „Wir waren erst im März noch auf einem Fotoausflug in Island – natürlich auch mit der Hoffnung, Polarlichter fotografieren zu können“, erklärt Alexander Horst gegenüber wa.de.

Polarlichter habe es am Ende auch gegeben, allerdings nur über den Wolken. „Einen Abend hatten wir Glück, da waren die Polarlichter allerdings ähnlich stark wie gestern Nacht in Hamm, wenn nicht sogar ein wenig schwächer“, sagt er.

Beinahe hätte der Fotograf dieses Schauspiel am Nachthimmel über seiner Heimatstadt allerdings verschlafen. „Meine Freundin hat mich glücklicherweise noch in der Nacht gegen 0.30 Uhr geweckt“, sagt Horst. Wirklich fassen konnte er sein Glück nicht: „Es ist einfach unglaublich. Das hätte ich mir niemals träumen lassen können!“

Polarlichter über Hamm mit dem Handy oder Smartphone entdecken

Tipps für andere Polarlicht-Jäger hat der Hammer auch parat. „Einfach mal das Handy in den Himmel halten und schauen, ob Farben am Himmel zu sehen sind“, meint er. Auch am Freitag sei es für das menschliche Auge schwer zu erkennen gewesen. „Wenn die Polarlichter nicht so intensiv sind, ähneln sie am Himmel eher Wolkenschleiern. Also nicht direkt als erfolglos abstempeln, sondern lieber zweimal schauen“, sagt er.

Polarlichter entstehen durch Eruptionen auf der Sonne. Dabei werden Sonnenteilchen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Erde geschleudert – das nennt man auch „Sonnensturm“. Dieser sogenannte koronale Massenauswurf braucht etwa zwei Tage, bis er in der Erdatmosphäre ankommt. Dir Teilchen sind elektrisch geladen, treffen sie auf das Magnetfeld der Erde, entstehen die typischen leuchtenden Lichtfäden am Himmel.

Mit etwas Glück lassen diese sich dann mit einer Kamera einfangen – so wie es Alexander Horst am Freitag in Hamm gelungen ist.

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