Neue Laufwege in Bauzeit des „B-tween" in Hamm

Passage zwischen Center und Weststraße zwei Jahre dicht

Während der Bauzeit des neuen „B-tween“ wird es keinen Durchgang über die Rödinghauser Straße zur Weststraße hin geben.
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Während der Bauzeit des neuen „B-tween“ wird es keinen Durchgang über die Rödinghauser Straße zur Weststraße hin geben.

Hamm - Besucher der Hammer Innenstadt werden mit einer bis zu zwei Jahre langen Schließung der heutigen Ritterpassage während der Bauzeit für das neue „B-tween“ rechnen müssen.

Dann ist ein Durchgang vom östlichen Eingang des Allee-Centers durch die Passage in Richtung Weststraße nicht mehr möglich. Das sagt Axel Funke, Vorstandsvorsitzender der Fokus Development AG, die das Gelände erworben hat und das „B-tween“ entwickelt.

Anlieger der Weststraße befürchten wirtschaftliche Einschnitte, wenn die Verbindung über die Rödinghauser Straße gekappt ist. „Es wäre schön, wenn es schneller ginge, aber das jetzt zu versprechen, wäre unseriös“, sagt Funke. Er geht davon aus, dass die Bagger für den Abriss des westlichen Bereichs vor der nächsten Immobilienmesse „Expo Real“ Anfang Oktober dieses Jahres anrücken.

Nach aktuellem Stand rechnet er damit, dass die Passage „im Verlauf des dritten Quartals“ geschlossen wird. „Der Durchgang wird erst dann wieder geöffnet, wenn er betriebssicher ist. Also frühestens zum Ende der Bauzeit“, so Funke. In Betrieb bleiben sollen aber die beiden östlichen Eckladenlokale. Sie liegen im Flügel der Passage, der erhalten bleibt.

Häuser vor dem Abriss.

Funke kündigte an, Fokus sei bereit im Sinne der Beteiligten an einem Leitsystem für Passanten – beispielsweise durch Gestaltung von Bauzäunen – mitzuwirken. Bevor der Hochbau beginnen kann, „gehört“ das Gelände den Archäologen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Sie untersuchen Teile der Fläche auf Bodendenkmäler. Unweit davon verlief die historische Stadtbefestigung. Grabungstiefe und Umfang der Arbeiten werde mit der Oberen Denkmalbehörde abgestimmt. Danach gehe das Auftragspaket an ein Fachunternehmen. Funke strebt an, dass bis Ostern (19. bis 22. April) ein Zeitplan steht.

Während der Bauphase werde die Ritterstraße befahrbar bleiben, sagt er. Natürlich lasse sich Baustellenverkehr nicht vermeiden. Die Verkehre würden in enger Absprache mit der Stadt geregelt. Als Voraussetzung für den Neubau werden der westliche Flügel der Passage und bereits leer gezogene Wohnhäuser auf dem Gelände abgerissen. Erste Rodungsarbeiten haben bereits stattgefunden. Sie sind fristgerecht vor dem Schutzzeitraum ab 1. März erfolgt.

In Sachen Vermietung sei man „recht weit gekommen“, auch was die Ankermieterakquise angehe, sagte Funke. Angesichts des Detailreichtums im Zuschnitt auf künftige Mieter bedürfe es eines entsprechenden Planungsvorlaufs. Er geht davon aus, das Vermietungskonzept in Gänze im Sommer vorzustellen. Verhandlungen liefen auch für die Büroflächen und für einen Hotelstandort.

Funke kann die mit dem näher rückenden „B-tween“-Bau aufgekommene Kritik und das vorausgeschickte Wehklagen von einigen Eigentümern und Händlern nur bedingt nachvollziehen. „Das ,B-tween’ bedeutet eine attraktive Ergänzung zur Weststraße. Es wird einen weitaus positiveren Effekt haben als eine aktuell halb leer stehende Passage“, sagt er. Den Einzelhandel in der Weststraße könne – mit oder ohne Baustelle – niemand von seiner originären Aufgabe entbinden, seine Kunden zu erreichen.

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