Kommentar: Mehr Anlieger müssen sich einmischen
"Katastrophe": B-tween bereitet in Weststraße große Sorgen
Hamm - Gewerbetreibende und Eigentümer in der Weststraße sind voller Sorge: Das „B-tween“ mit all seinen Folgen während der Bauzeit und auch später in seiner Wirkung wirft viele Fragen auf.
Veranstaltungen in der Weststraße, besseres Licht, mehr Aufenthaltsqualität und vor allem der Umbau der Ritterpassage zum „B-tween“ sind Themen, die für Gewerbetreibende und Eigentümer in der Weststraße aktuell größte Priorität haben. Und doch: Gerade einmal 24 Personen waren auf Einladung des Stadtmarketings zum zweiten Treffen ins Innenstadtbüro an der Oststraße gekommen.
Manche Parteien kamen in Doppel- oder Dreifachbesetzung, so dass letztlich nur ein Bruchteil der gesamten Anliegerschaft vor Ort war. Am Ende bekundeten 7 Teilnehmer Bereitschaft, sich als Arbeitskreis für Veranstaltungen in der Weststraße zusammenzusetzen.
Spürbar war die Unsicherheit, die das „B-tween“ erzeugt. Welche Einschnitte wird die Bauphase bringen? Wie werden sich die Laufwege zwischen Allee-Center und Weststraße verändern? Ist die Weststraße abgeschnitten? Und welche finanziellen Auswirkungen hat dies für Händler und Eigentümer?
Noch läge der Stadt kein Bauantrag und Bauzeitenplan vor, erklärte Stadtplaner Stephan Aumann. Das sei aber fünf Monate vor dem geplanten Start der Arbeiten nicht ungewöhnlich.
Hammer Innenstadt im Umbruch: Was geht da noch?!
Immobilieneigentümer Josef Nottelmann sprach von einer „Katastrophe“ für die Weststraße. „Die Stadt nimmt daran teil, Verluste zu produzieren. Für die Eigentümer und Mieter werden das Millionen sein.“ Einzelhändler Matthias Grabitz forderte dringend ein, ein Leitsystem für Passanten zu installieren. „Es ist zu blauäugig, sich darauf zu verlassen, dass die Ameisen schon ihren Weg finden werden“, sagte Grabitz.
Kommentar: Hinterher nicht beschweren!
Es ist ein ganz zartes Pflänzchen, wenn sich sieben Akteure aus der Weststraße in dem Interesse zusammenfinden, künftig über mehr Aktionen (noch undefiniert in welcher Form) reden zu wollen. Das ist das Positive am zweiten Treffen von Gewerbetreibenden und Eigentümern. Und natürlich die zahlreichen Anregungen, die über eine Befragung des Stadtmarketings den Weg an die Wand fanden.
Bedenklich stimmt allerdings die Zahl derjenigen, die der – lange vorab terminierten – Einladung in die Oststraße gefolgt waren. Das war nur ein Bruchteil der allein rund 60 Gewerbetreibenden der westlichen Weststraße.
Viele haben offenbar noch nicht begriffen, dass sie mitreden sollten. Wer jetzt nicht aktiv wird, darf sich hinterher nicht beschweren.
Der Raum, den das „B-tween“ mit allen offenen Fragen von Anliegern einnahm, zeigt, dass hier Antworten vonnöten sind. Der Investor sollte mit offenen Karten spielen.

