Publikumsmagnet in Hamm

5 Millionen Euro: Tierpark soll Schmuckstück werden - Umfrage

Der Lageplan zeigt, wo auf dem Tierpark-Gelände künftig Parkplatz, Bushaltestelle mit Wendemöglichkeit, neuer Eingang und Gastronomie angesiedelt werden sollen. Klicken Sie rechts oben in das Bild, um es zu vergrößern und komplett anzusehen.
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Der Lageplan zeigt, wo auf dem Tierpark-Gelände künftig Parkplatz, Bushaltestelle mit Wendemöglichkeit, neuer Eingang und Gastronomie angesiedelt werden sollen. Klicken Sie rechts oben in das Bild, um es zu vergrößern und komplett anzusehen.

Hamm -  Der Hammer Tierpark soll ein Schmuckstück werden und damit dauerhaft Publikumsmagnet bleiben. Mit diesem Ziel stimmte der Aufsichtsrat der Tierpark gGmbH am Dienstag einstimmig für das Entwicklungskonzept 2025. Die Sache hat aber einen Haken.

Die Pläne für einen runderneuerten Tierpark – inklusive Indoorspielplatz – erfordern Investitionen in der Größenordnung von 5 Millionen Euro. Bislang gibt es keine gesicherte Finanzierung.

 „Im Aufsichtsrat sind wir uns alle einig: Wir wollen den Tierpark auf eine professionelle Ebene heben und die Voraussetzungen für den dauerhaften Erfolg auch in der Zukunft schaffen“, sagte gestern Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Mösgen (SPD). Der Tierpark sei weiterhin beliebt und werde dieses Jahr wieder die Besuchermarke des Vorjahres von 150.000 Gästen erreichen. „Wenn wir dieses Potenzial dauerhaft an uns binden wollen, kommen wir um Investitionen in die Infrastruktur nicht mehr länger herum“, sagte Mösgen.

Die Themenstellungen sind dabei dieselben geblieben, die seit Jahren diskutiert werden. Der Tierpark benötige einen standortnahen Parkplatz sowie einen Vorplatz mit Anbindung für Linienbusse und Wendemöglichkeit. Der Eingang soll weiter nach Süden in die direkte Nähe der neuen Bushaltestelle und der dahinter gelegenen Parkplatzanlage verlegt werden. Neben dem neuen Eingang soll ein neues Gebäude mit einer modernen, leistungsfähigen Gastronomie entstehen.

Das Haus soll auch einen Veranstaltungsraum bieten. Hier soll auch eine Zooschule angesiedelt werden. „Wir planen weiterhin auch einen Indoorspielplatz. Auch der vorhandene Spielplatz in der Parkmitte muss dringend modernisiert werden“, sagte Mösgen. Abgängig seien außerdem die Umkleideräume des etwa 40-köpfigen Stammpersonals des Tierparks. „Auch für Personal und Verwaltung planen wir ein neues Gebäude“, so Mösgen. Alle Baumaßnahmen zusammen werden mit rund 4 Millionen Euro kalkuliert.

Umfassende Modernisierung ist zwingend

Soll der Tierpark auch für die nächste Generation eine gefragte Freizeiteinrichtung bleiben, komme man um eine umfassende Modernisierung nicht herum. „Die Infrastruktur muss stimmen, sonst bleiben die Gäste irgendwann weg“, sagte Geschäftsführer Kay Hartwich. Dazu gehöre beispielsweise auch ein neues Toilettenhaus. „88 Prozent der Parkbesucher kommen nach einer Umfrage mit dem eigenen Pkw. Sie wollen wissen, wo sie parken können. Sie möchten auch nicht in einer langen Warteschlange vor der Gastronomie stehen. Und lange Warteschlangen vor der Toilette sind ebenfalls ein Ärgernis“, sagte Hartwich.

Mit dem Entwicklungskonzept 2025 liege jetzt ein Fahrplan für die Modernisierung der Freizeiteinrichtung vor, sagte Mösgen. Nun komme es auf die politische Willensbildung im Rat an. „Wir möchten erreichen, dass im nächsten Doppelhaushalt 2018/19 Mittel für die Realisierung des Konzeptes vorgesehen werden“, sagte Mösgen. Die Umsetzung der einzelnen Planungsschritte könne dann über mehrere Jahre gestreckt werden. Parallel soll der Tierbestand weiter behutsam zurückgeführt werden.

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