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Mehr als nur eine Delikatesse: Pilze im Wald erkennen und bestimmen

Pilzseminar im Wald an der Ökologiestation mit Experte Jochen Beier
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Falsche Pfifferlinge sehen zwar genießbar aus – schmecken jedoch nicht.

In einem Praxisworkshop lernten Interessierte, welche Pilze giftig sind, wie sie wachsen und warum sie für die Natur wertvoll sind. Experte Jochen Beier gab Sicherheitstipps.

Bergkamen – „Kann man den essen?“ Wer hat sich beim Anblick von Pilzen im Wald diese Frage noch nicht gestellt? Pilzfreunde konnten in einem Praxisworkshop jede Menge solcher Fragen stellen. Experte Jochen Beier führte die Exkursion, die ihren Anfang an der Ökologiestation nahm.

Mehr als nur eine Delikatesse: Pilze im Wald erkennen und bestimmen

Dort erfuhren die acht Teilnehmer, wie Pilze wachsen, welche Umgebung sie dafür brauchen und warum sie so wertvoll für die Natur sind. „Essbar sind viele von ihnen“ machte Jochen Beier gleich zu Beginn deutlich. „Aber nur wenige schmecken.“ Die sollten dann möglichst auch im Wald bleiben, denn für die Ökologie sind sie alle wichtig. Das gilt auch für giftige Pilze. Diese zuverlässig zu erkennen, ist auch für einen Fachmann wie Jochen Beier nicht immer leicht.

Er kennt eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen, die er allen anderen Pilzfreunden empfiehlt. Zuerst sei es wichtig, sich mit Pilzen vertraut zu machen. „Niemand kennt alle Pilze“, warnt er vor zu viel Eifer. Er selbst sei von Kindesbeinen an begeistert von den Lebewesen, die übrigens weder Pflanze noch Tier sind. Als Beier als Grundschüler zu Weihnachten ein Pilzbestimmungsbuch geschenkt bekommt, ist der Grundstein gelegt. Er zieht durch die Wälder, entdeckt Pilze, malt sie und ihre Besonderheiten und beschreibt, was er findet.

Pilze richtig erkennen: Vorsicht vor Giftpilzen

Der Vater ist ihm eine wichtige Hilfe. Pilze zu malen und zu beschreiben, empfiehlt er gerne weiter, denn das schärft das Auge für die Besonderheiten. Und das kann einem Pilzsammler das Leben retten. Giftige Pilze sehen genießbaren oft täuschend ähnlich. Deshalb lernen die Workshop-Teilnehmer, Pilze erst mal zu betrachten, dann sorgsam zu ernten und mit einem Bestimmungsbuch zu identifizieren. Von Apps als alleinigem Ratgeber rät Beier ab. Tests hätten gezeigt, dass sie nicht verlässlich seien.

Zu Hause muss jeder Pilz noch einmal ausgiebig untersucht werden. Überraschungen sind möglich. Als junger Mann habe er einmal junge Fliegenpilze inmitten von essbaren Steinpilzen geerntet, erklärt Beier. Äußerlich waren sie nicht voneinander zu unterscheiden, da junge Fliegenpilze weiß sind und Steinpilzen ähneln.

Pilze im Wald: Ein Bestimmungsbuch kann helfen

Mit diesem theoretischen Wissen ging es für die Kursteilnehmer zur nächsten Station im Cappenberger Wald, da an der Ökologiestation kaum Pilze wachsen. Wenige Kilometer entfernt sieht das ganz anders aus. Dank der vielen Regenfälle sind die Bedingungen für Pilze hervorragend. Schon nach wenigen Metern ist die Ausbeute groß. Doch auch hier warnt Jochen Beier nicht zu viel zu ernten, um den Wald zu schonen.

Beim Identifizieren hilft ein Bestimmungsbuch. Wer sich für Pilze interessiert, sollte beim nächsten Waldspaziergang einmal genauer hinschauen und vielleicht ebenfalls ein Bestimmungsbuch mitnehmen. Von alten Büchern rät Beier aber ab. „Es gibt Pilze, die werden in alten Büchern als essbar beschrieben. Heute weiß man, dass sie doch giftig sind.“

Vor den Nachbarn der geplanten Anlage im Ortsteil Heil hat die RAG erstmals darüber gesprochen, wie sie sich die Reinigung des Grubenwassers vorstellt, das ab Mitte 2026 in die Lippe geleitet werden soll.

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