„Die teuersten Fälle aller Zeiten“ bei RTL
Mario Barth nimmt Hammer Pannen-Brücken erneut aufs Korn
Rund 2,27 Millionen Fernsehzuschauer waren am Dienstagabend dabei, als eine Steuergeldverschwendung aus Hamm einmal mehr aufs Korn genommen wurde. Wir sagen Ihnen, wie Sie den Beitrag online finden.
Herringen/Pelkum – In der RTL-Serndung „Mario Barth deckt auf: Die teuersten Fälle aller Zeiten“ wurde noch einmal an einen Fall erinnert, der bereits im Oktober 2015 für reichlich Diskussionen gesorgt hatte: die Brücken über Kanal und Lippe im Lippepark.
Das RTL-Format läuft seit 2013. Bislang wurden mehr als 35 Folgen mit hunderten Beispielen für die Verschwendung von Steuergeldern gezeigt. Am Dienstag blickte der Comedian auf die besten Fälle und die größten Aufreger zurück. Und Hamm war dabei! In einem speziellen Brücken-Ranking – Brücken sind eines der Lieblingsthemen von Barth – landete das Projekt im Lippepark auf dem dritten Platz.
Hammer Lippebrücken bei RTL: Noch einmal alte Wunden aufgerissen
Rund eineinhalb Minuten lang lästerte Sportreporterin Esther Sedlaczek (gezeigt wurden Ausschnitte des Beitrags aus 2015) über ein „Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst“ und ein „Gigantisches Mängelexemplar“. Denn schließlich waren es vor allem defekte Schweißnähte, ein mangelhafter Rostschutz und die Frage, wie die Brücken überhaupt über Kanal und Lippe gehievt werden, mit denen es das Sechs-Millionen-Euro-Projekt in die Sendung geschafft hatte. Und das dürfte bei so manch einem Verantwortlichen in Hamm noch einmal alte Wunden aufgerissen haben.
Sie wollen den Beitrag auch sehen? Dann klicken Sie sich hier in die „TV-Now-Mediathek“: Die Lippebrücken-Sequenz startet in Kapitel 2 bei Minute 20:50.
Hammer Lippebrücken bei RTL: Kostenfrage noch immer ungeklärt
Übrigens: Sechs Wochen nach Ausstrahlung der ersten Sendung, die rund 3,3 Millionen Zuschauer verfolgt hatten, sollten die beiden Brücken tatsächlich eingeschwenkt werden. Da sie jedoch – angeblich – zu schwer für den Schiffskran waren, musste der Vorgang abgebrochen werden. Erst im Mai 2016 wurden sie feierlich eingeweiht.
Heute erfreuen sie sich bei den Bürgern großer Beliebtheit – und beschäftigen die Gerichte. Denn die Frage, wer für die beispiellose Pannen-Serie verantwortlich ist, ist bis heute nicht geklärt. Im Jahr 2016 schafften sie es übrigens auch ins gefürchtete Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler.