Parkhausschläfer
Rückfall nach Entspannung: Ekel-Parkhaus weiter in der Diskussion - Rolltore außer Betrieb
Das Problem Parkhaus scheint sich wieder zuzuspitzen. So haben jedenfalls Rückmeldungen von Dauerparkern unter dem Kino an der Königstraße den Anschein, und auch der Regionalleiter des Betreibers Saba Park lässt dies nicht unwidersprochen.
Hamm – Übernachtungsgäste, Drogen, öffentliche Toilette – es wurde viel investiert und zwischenzeitlich gegenüber den Kunden Besserung bescheinigt, aber nun droht ein Rückfall in alte Zeiten.
Mit der Wiederinbetriebnahme der Rolltore sollten Unbefugte nachts draußen gehalten werden. Doch es gab technische Verzögerungen, und erst jetzt konnte ein Auftrag für die letzten Arbeiten an ein Hammer Unternehmen erteilt werden. In zwei bis drei Wochen sollen sich die Tore bewegen. „Dann gibt es eine harte Tür“, kündigte Saba-Regionalleiter Carl Philipp Rose an.
Treppenhaus zugemüllt, es riecht nach Urin
Heißt: Mit Beginn der letzten Kino-Vorstellung fällt dann der Stahl-Vorhang, und Zugang bis morgens haben nur Ticket-Inhaber. Aber so weit ist es noch nicht. Eine Dauerparkerin sagt: „Man weiß nie, was einen erwartet. Das Treppenhaus ist zugemüllt und es stinkt nach Urin.“
Sie selbst habe aus dem Einfahrtbereich ein Fahrrad entfernen müssen, was Tage darauf zerdeppert in der Garage gelegen habe. Sie habe den Eindruck, das Leben auf der Straße in der Hammer Innenstadt nehme zu. „Es vergeht keine Pause, in der ich nicht angesprochen werde. Was ist die Ursache dafür?“, fragt sie sich.
Wieder mehr Übernachtungsgäste im Parkhaus
Saba-Regionalleiter Rose bestätigt, zuletzt wieder mehr „Übernachtungsgäste“ gehabt zu haben. Die Situation sei „untragbar“, sagt er. Das Unternehmen habe viel investiert bisher, wirtschaftlich zu betreiben sei der Standort aber noch nicht. Im Übrigen seien die Entsorgungskosten allein für den hinterlassenen Müll – unter anderem Matratzen – enorm hoch.
„Wir werden den Sicherheitsdienst noch einmal neu beauftragen und es Nicht-Parkern maximal erschweren, in die Garage zu kommen“, kündigte er an. Er sieht das Problem aber nicht auf das Parkhaus beschränkt, sondern als ein Innenstadt- und Verdrängungsproblem. Die Kommunikation mit den Behörden sei aber gut.