Eigentümer reagiert auf Kritik
Security für Gammel-Parkhaus - Frust über ungebetene Gäste
Nach wochenlanger Kritik an den Zuständen im und um das Parkhaus unter dem Kino am Chattanooga-Platz hat Eigentümer Hubert Nieuwdorp nun Maßnahmen ergriffen.
Hamm – Ein Sicherheitsdienst, der das Parkhaus täglich begeht, soll ungebetene Gäste künftig fernhalten und vor die Tür setzen. Der Dienst soll ab diesem Wochenende im Einsatz sein, kündigte Nieuwdorp an. Bisher war immer mit zu hohen Kosten dagegen argumentiert worden.
Zudem ist die Frage der Ausübung des Hausrechts und der Erteilung von Hausverboten geklärt. Ab sofort liegt die Zuständigkeit beim Hausmeister, der das Objekt betreut und vor Ort ist. Bislang hatten sich Eigentümer und Goldbeck Parking den Ball zum Leidwesen der Parkhausnutzer hin- und hergeschoben.
Am Mittwochfrüh kam es sogleich zum nächsten Polizeieinsatz im Parkhaus. Drei Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs waren die Folge. Gegen 8.45 Uhr hatte der Hausmeister die Polizei alarmiert, nachdem er in einem Lüftungsraum auf drei Personen gestoßen war, die dort offenbar übernachtet hatten. Als sie sich weigerten, das Parkhaus zu verlassen und aggressiv reagierten, rief der Mann die Polizei. Und diese kam schnell mit zwei Fahrzeugen.
Störenfriede der Polizei bekannt
Die drei Personen sind bei der Polizei bekannt. Es handelt sich um einen 38-, einen 42- und einen 50-jährigen Mann.
Einer der Männer ist in Porta Westfalica, ein anderer in einer Wohneinrichtung in Hamm gemeldet. Der Dritte hat keine eigene Wohnanschrift. Einer der Männer, der sich nicht ausweisen konnte, wurde zur Feststellung der Identität mit auf die Wache genommen. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten den Autoschlüssel zu einem Ford, der offensichtlich nicht dem Mann gehört. Hier wird weiter ermittelt. Zudem lagen gegen zwei Männer Aufenthaltsermittlungen der Staatsanwaltschaft vor. Alle drei sind auf freiem Fuß.
Keine Zäune für Platz neben Kino
Der Eigentümer kündigte unterdessen an, weitere Maßnahmen ergreifen zu wollen. „Die Situation ist nicht schön für die Parkhaus-Nutzer, und für das Image des Hauses ist sie auch nicht förderlich“, sagte Nieuwdorp. Räume, die bisher zu leicht zugänglich gewesen wären, würden konsequent „dicht gemacht“. Allerdings hätten in der Vergangenheit auch Schlösser wenig genutzt. „Es ist erstaunlich, mit welcher Energie hier immer wieder Türen aufgebrochen wurden“, so der Eigentümer.
Die mehrfach laut gewordene Forderung, den oberen Platz einzuzäunen, hält er für nicht umsetzbar. „Die Notausgänge müssen frei bleiben“, sagte Nieuwdorp. Und diese führen auf den Platz.