Hammer Fußgängerzone bleibt weit abgeschlagen

Die Ladenmieten in der Innenstadt von Hamm befinden sich auf einem niedrigen Niveau.
+
Die Ladenmieten in der Innenstadt von Hamm befinden sich auf einem niedrigen Niveau.

Hamm - Die Weststraße zieht wieder mehr Passanten an, gehört aber nach wie vor zu den besucherschwächsten Einkaufsstraßen im Land.

Das geht aus einer bundesweiten Erhebung der Immobilienberatung Jones Lang LaSalle hervor. Die Weststraße erreicht demnach mit 1480 Passanten pro Stunde bundesweit unter 170 Einkaufsstraßen den 156. Rang.

Damit legt die Weststraße gegenüber dem Vorjahr um 395 Passanten zu und klettert in der Rangfolge um acht Plätze nach oben. Den Tiefpunkt markierte 2015 der 168. Platz, die Passantenzahl war damals auf 955 gefallen; die Höchstwerte der vergangnen Jahre gab es 2013 mit Rang 151 und und 2011 mit 1520 Passanten.

Das Frankfurter Beratungsunternehmen Jones Lang LaSalle wertet die Passantenfrequenz von Einkaufsstraßen seit Jahren per Handzählung aus. Gezählt wurde in allen Orten gleichzeitig am 6. Mai von 13 bis 16 Uhr, ermittelt wurde dabei der stündliche Durchschnitt. Zählort in Hamm ist seit Jahren die Kreuzung von West- und Rödinghauer Straße.

CHC-Café will mit Edel-Baklava im früheren McDonald's punkten

Innerhalb Nordrhein-Westfalens liegt die Weststraße aktuell auf Platz 45 von 48 Einkaufsmeilen. Die Flinger Straße in Düsseldorf (13.710 Passanten) führt die Liste hier an; in Hamms Umgebung liegen der Dortmunder Westenhellweg (8750) und die Münsteraner Ludgeristraße (7345) weit vorn.

Erschreckend aus Hammer Sicht ist, dass auch Einkaufsstraßen kleinerer Städte wie Paderborn (6185), Herne (3070), Siegen (3045), Hagen (2760), Bottrop (2740), Wesel (2285), Iserlohn (2275) und Bocholt (2030) deutlich höhere Passantenfrequenz als die Weststraße zeigen. Hinter Hamm finden sich auf der NRW-Liste nur noch die Mülheimer Schloßstraße sowie die Breite und die Kunibertstraße in Recklinghausen.

Insgesamt hat die Zahl der gemessenen Passanten in diesem Jahr erneut zugelegt – von 708.545 auf 722.780. Die Befürchtung, dass Innenstädte veröden, bestätige sich also nicht, so das Unternehmen. Die Städte würden vielmehr wieder vielfältiger, das Kauf- und Genusserlebnis rücke in den Vordergrund.

Durch den Onlinehandel gebe es keinen Zwang mehr, das komplette Sortiment auf der Fläche zu präsentieren. Die Folge: Es werden vielerorts tendenziell kleinere Flächen angemietet, dafür mehr und vielfältiger, was viele Innenstädte bunter und attraktiver mache.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare