Reumke hört auf: Lutherviertel verliert langjährigen Kopf

Der Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Martin-Luther-Viertels e.V., Werner Reumke, wünscht sich einen „Kunstbahnhof“ am Westentor
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Werner Reumke

Hamm - Der Verein zur Förderung des Martin-Luther-Viertels steht mittelfristig vor einem personellen Umbruch. Der langjährige Vorsitzende Werner Reumke will im Dezember 2016 nicht erneut für das Amt kandidieren.

Auch sein Stellvertreter Siegbert Künzel und Schatzmeister Manfred Gerling treten ab. Damit braucht der Verein eine neue Führungsriege.

Künzel will nach eigenen Angaben als erster der drei aus dem Vorstand ausscheiden. Er werde bei den turnusgemäßen Wahlen im Dezember dieses Jahres nicht antreten. Er machte dafür persönliche Gründe geltend. Künzel ist seit 15 Jahren im Verein tätig. Noch ein Jahr mehr ist es bei den Gründungsmitgliedern Reumke und Gerling.

Reumke selbst ist vor dem in eineinviertel Jahren anstehenden Führungswechsel nicht bange. Es gebe genügend Menschen, die sich im Martin-Luther-Viertel engagieren und die Aktivitäten in den kommenden Jahren weiterführen könnten. 20 bis 40 der rund 170 Vereinsmitglieder kämen regelmäßig zu den Versammlungen, so Reumke. Beim Stadtbezirksfest „La Fête“ hätten jüngst 30 Leute aus dem Viertel auf- und in der Nacht wieder abgebaut; zwischenzeitlich seien sogar bis zu 300 ehrenamtliche Helfer im Viertel tätig gewesen.

Die Zeit bis zum angekündigten Rücktritt will Reumke weiter nutzen. Es werde „keinen Durchhänger geben“, sagte er. Unmittelbar bevor stünden die Feiern zum 25-jährigen Bestehen des Martin-Luther-Platzes (25. Oktober); außerdem werde man in absehbarer Zeit noch einiges an Kunst aufstellen.

Welche Rolle Reumke nach seinem Ausscheiden als Vereinsvorsitzender im Viertel spielen will, lässt er noch offen. Für den Übergang gelte erstmal: „Wir haben alle Zeit der Welt.“ Künzel äußert die Hoffnung, dass es Leute im Viertel gibt, die den Förderverein weiterführen. Aber schließlich gebe es „eine Menge Potenzial im Viertel.“

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