La Fête: Treue Fangemeinde ist größer geworden

Fast ein bisschen wie in Frankreich: Temperaturen und Programm lockten Tausende auf den Lutherplatz.
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Fast ein bisschen wie in Frankreich: Temperaturen und Programm lockten Tausende auf den Lutherplatz.

HAMM-MITTE J So sommerlich war „La Fête“ schon lange nicht mehr. Tausende Hammer kamen über den Tag verteilt zum Martin-Luther-Platz. Sie flanierten, aßen, tranken und unterhielten sich. Das alles zu entspannter Musik. Beim Stadtteilfest in Hamms künstlerischstem Viertel ließen es sich die Besucher gut gehen.

Cheforganisator Werner Reumke zeigte sich begeistert über die 16. Ausgabe von „La Fête“: „Wir hatten nun drei Jahre schlechtes Wetter – natürlich bin ich zufrieden.“

Bereits am Freitag war das Fest gestartet und ging am Samstag mit viel Programm weiter. Auf der Da-Vinci-Bühne gab es verschiedene Künstler zu hören: Während Harald Sumik gut gelaunt seine Lieder schmetterte, sangen die laut Werner Reumke „legendären“ Knallfrösche mit der Tümpelgang rockige Kinder- und Jugendlieder. Einen spontanen Auftritt gab Freddy Pieper zusammen mit Sumik: Sie sprangen für einen ausgefallenen Act ein.

Reumke freute sich besonders über den Besuch einer Schülergruppe aus der italienischen Stadt Crotone, die deutsche Zungenbrecher sangen. Denn: „Ich habe den Wunsch, dass Crotone Hamms Partnerstadt wird“, so Reumke.

Mediterrane Sommernacht lud zum Verweilen

Die Bänke auf dem Luther-Platz waren meist gut besetzt. Zum Abend hin füllte sich der Platz im Schatten der Luther-Kirche dann deutlich. Die Besucher genossen sichtlich die fast mediterrane Sommernacht. Sie hörten den Musikern auf der Bühne zu, bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein. Die Anwesenheit der deutsch-französischen Gesellschaft zeigte sicht besonders am kulinarischen Angebot: Die Mitglieder boten Canapes, Tartes und – natürlich – französischen Wein.

Wem es auf dem Platz zu langweilig wurde, musste etwas suchen. Denn das Programm spielte sich nicht nur draußen, sondern auch in den Gebäuden des Luther-Viertels statt.

Eindrucksvolle Einblicke bekamen die Besucher im Atrium. Das ehemalige Lichtspielhaus wird derzeit in einen Hindu-Tempel der Gemeinde Sri Vebjates Perumal umgebaut. Indische Tempel-Baumeister arbeiten seit Juni daran. Und wo sich früher Kinosessel und Leinwand befanden, sind heute bereits in Stein gemauerte Formen von Altären und Ähnlichem zu sehen. Wem das nicht ganz so üppige Speisen-Angebot auf dem Lutherplatz nicht reichte, erhielt dort indische Gerichte.

Im Künstlerhof öffneten rund zehn Künstler ihre bunten Ateliers, zeigten realistische bis surrealistische Kunst und porträtierten Besucher. Das Malteser-Faust-Theater bot am Nachmittag im Gemeindesaal des Lutherzentrums eine Vorführung ihres Theaterstückes „Wer den Mächtigen stört“. Und auch das Foto- und Filmmuseum war den ganzen Tag geöffnet.

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