Werner Reumke bleibt Chef, gibt aber Laden auf

[Foto: © Andreas Rother] --> BoHö: Reumke, Nassauerstraße, will ein Buch über BoHö schreiben.
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Werner Reumke bleibt dem Luther-Viertel-Förderverein als Vorsitzender erhalten, sein Laden soll zu einem Stadtteil- und Kulturzentrum werden.

Hamm - Werner Reumke will nun doch Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Martin-Luther-Viertels bleiben. Sein Feinkostgeschäft „Mersch & Röper“ gibt er dagegen zum Jahresende auf. Die Räume sollen als Stadtteil- und Kulturzentrum des Vereins erhalten bleiben.

Noch im vergangenen Jahr hatte Reumke seinen Rücktritt vom Vereinsvorsitz angekündigt. Seit den ersten Vereinstagen steht er dort an der Spitze. Für sein umfängliches Engagement für das Viertel hat er das Bundesverdienstkreuz bekommen. Als im vergangenen Jahr langjährige Mitstreiter wie Siegbert Künzel und Manfred Gerling ihren Rückzug aus dem Vorstand ankündigten, blieb das bei Reumke nicht ohne Wirkung.

Im April 2015 hatte er das Verbleiben im Amt von den „passenden Rahmenbedingungen“ abhängig gemacht und mehr Engagement aus dem Viertel eingefordert; im September kündigte er dann an, den Vorsitz im Dezember 2016 abgeben zu wollen. Die Verantwortung solle in jüngere Hände gelegt werden. 

Nun kommt der Rücktritt vom Rücktritt. „Es geht doch nicht ohne dich“, habe er allenthalben gehört, sagt Reumke. Und sich so überzeugen lassen, doch noch weiterzumachen. Dafür gibt Reumke seinen Feinkostladen auf. „Mersch & Röper“ werde zum 31. Dezember 2016 geschlossen. 

Ladenlokal soll als Kultur- und Stadtteilzentrum weiter genutzt werden

Reumke hatte das 1894 gegründete Lebensmittelgeschäft an der Nassauer Straße 28/32 am 1. September 1993 übernommen. „Mersch & Röper“ sei der älteste Lebensmittelladen mit dem selben Sortiment, Namen und Ladenlokal in Nordrhein-Westfalen, der zweitälteste in Deutschland. Der Abschied falle ihm nicht leicht, so Reumke, aber mit fast 69 Jahren sei es Zeit, hier kürzer zu treten. 

Er sei mit 13 Jahren in die Lehre gegangen und freue sich nun erstmals in seinem Leben auf regelmäßige freie Samstage. Das Ladenlokal, das Reumke als „Herz des Viertels“ bezeichnet, soll indes offen bleiben. Der Förderverein wolle die Räume mieten und als eine Art Kultur- und Stadtteilzentrum nutzen, so Reumke. 

Es gebe erfolgversprechende Gespräche mit dem Eigentümer des Gebäudes. Er selbst wolle dann an fünf Tagen pro Woche von 9 bis 17 Uhr vor Ort sein und sich um die Angelegenheiten des Viertels und des Vereins kümmern. Das nächste Ziel sei es, die Mitgliederzahl des Vereins von aktuell 197 auf 250 hochzutreiben. Im Sommer, zum Stadtteilfest „La fete“ soll es erreicht sein.

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