Feuerwehr schreibt kein Rechnung...

Teure Schlangenjagd im Hammer Westen: Wer trägt die Kosten?

Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und ein Reptilienexperte im Einsatz an der Marienstraße.
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Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und ein Reptilienexperte im Einsatz an der Marienstraße.

Hamm - Einige Tausend Euro hat die vergebliche Suche nach einer Schlange im Hammer Westen am Sonntag gekostet. Eine Rechnung wird die Feuerwehr aber nicht schreiben – mangels Schlange und mangels Schlangen-Eigentümer.

Ein Mehrfamilienhaus an der Marienstraße war am Samstag evakuiert worden, nachdem zwei Bewohner unabhängig voneinander eine braune Schlange gesehen hatten. 20 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen und kamen bei Freunden, Verwandten und in Hotels unter. Eine Suchaktion von Feuerwehr, Ordnungsamt und einem Reptilienexperten verlief am Sonntag ergebnislos, die Bewohner konnten anschließend in ihre Wohnungen zurückkehren.

Es gebe keine genaue Kostenaufschlüsselung für den Einsatz, sagte ein Stadtsprecher auf Anfrage unserer Zeitung. Der Einsatz von zehn Feuerwehrleuten sei jedoch im vierstelligen Euro-Bereich anzusiedeln. In Rechnung stellen könne man die Summe allerdings nicht, schließlich sei weder eine Schlagen gefunden noch ein Schlangeneigentümer ermittelt worden. Wäre das der Fall gewesen, hätte man die Kosten an diesen weitergegeben.

Ähnlicher Fall in Mülheim

Die Suche an der Marienstraße erinnert an einen spektakulären Fall in Mülheim an der Ruhr: Dort war im Frühjahr 2010 einem 19-Jährigen eine zuvor auf der Hammer „Terraristika“ erworbene Monokel-Kobra entwichen. Da die Art als hochgiftig eingestuft ist, wurde das Mehrfamilienhaus evakuiert und die Wohnung des jungen Mannes vollständig entkernt. Nach drei Wochen fand man das zwischenzeitlich verendete Tier. Die Kosten von rund 100.000 Euro wollte die Stadt an den Schlangen-Eigentümer weitergeben. Da der Mann arbeitslos und nicht versichert war, gab es Zweifel, ob das Geld wirklich einzutreiben sei.

Spinnenjagd im Hammer Süden

Die Suche nach exotischen Tieren komme in Hamm zwar vor, sagte der Stadtsprecher. Die Fälle seien aber so selten, dass sie nicht eigens erfasst würden.

Im August 2014 hatten städtische Mitarbeiter an der Roonstraße im Hammer Süden vergeblich nach einer Vogelspinne gesucht.

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