Nach Feuer in Londoner Hochhaus
Brandgefahr im Universa-Haus gering
Hamm-Mitte - Am Universa-Hochhaus droht nach Einschätzung der Stadt keine Brandgefahr. Das habe die lange ausstehende Brandschau ergeben. Trotzdem müssen die Eigentümer einen Teil der Außenverkleidung auf ihre Brennbarkeit überprüfen und diese gegebenenfalls entfernen lassen.
Das 1973 errichtete Bürohochhaus war eines von drei Gebäuden in Hamm, die nach dem Feuer im Londoner Grenfell Tower einer besonderen Prüfung unterzogen wurden. Beim Wohnhochhaus am Bockum-Höveler Rathaus-Center und beim Oberlandesgericht war schnell Entwarnung gegeben worden; beim Universa-Hochhaus hatte sich der Prüfungstermin deutlich verzögert, weil die in München ansässigen Eigentümer Terminschwierigkeiten geltend gemacht hatten.
Inzwischen hat die Brandschau nach Angaben eines Stadtsprechers stattgefunden. Die Vorgaben seien erfüllt worden. Einen Zweifelsfall gebe es allerdings noch: Der Betreiber einer Gaststätte, die zwischenzeitlich im Erdgeschoss untergebracht war, hatte dort offenbar eigenmächtig eine Außendämmung angebracht. Der Eigentümer müsse jetzt nachweisen, dass das Material nicht brennbar sei; falls dies der Fall sei, müsse die Dämmung entfernt werden.
Brandschutzprüfung erst im September
Da Flammen in diesem Bereich aber nicht auf höhere Stockwerke übergreifen könnten, halte man die Gefahr für überschaubar. Das Universa-Hochhaus war von 1972 bis 1974 errichtet worden. Die namensgebende Versicherung ist längst ausgezogen. Heute befinden sich dort unter anderem die Freiwilligenzentrale, eine Apotheke und eine Kinderarztpraxis.
Wegen Brand in London: Universahaus und OLG werden überprüft