Fußweg soll Innenstadt mit Kanalufer verbinden
Flaniermeile ans Wasser: Sieht so das Hamm von morgen aus?
Hamm - Es sind nur knapp 400 Meter vom Marktplatz bis zur Wasserkante am südlichen Kanalufer. Der neue Fußweg, der demnächst die direkte Verbindung von der City zum Wasser schlagen soll, besitzt aus städtebaulicher Sicht das Potenzial, zur Renommiermeile von Hamm zu werden.
Der nach Norden anschließende Rückraum des östlichen Abschnitts der Fußgängerzone soll neu geordnet und die Nordring-Anlage gärtnerisch aufgewertet werden. Bei einer Ortsbegehung erläuterte Hans-Martin Muhle, Leiter des Planungsamtes bei der Stadt Hamm, auf WA-Bitte, was entlang des neuen Fußwegs entstehen soll.
Vom Kirchturm zum Hans-Böckler-Platz
Die Wasser-Promenade beginnt ihren Lauf auf dem Marktplatz etwa in Höhe des Kirchturms der Pauluskirche. Zwischen Adler-Apotheke und Bäckerei-Shop Hake wird ein gepflasterter Weg durch die Museumsstraße in nördliche Richtung führen. Mit der Ritterstraße nimmt der Fußweg seine erste Verkehrsbarriere. Die werde nicht zu einem großen Hindernis, da hier nicht so viel Autoverkehr herrsche, dass Fußgänger damit überfordert seien, sagte Muhle. An dem Kreuzungspunkt fällt der Blick auf den Hans-Böckler-Platz. Östlich der Ritterstraße befindet sich heute ein städtischer Parkplatz mit etwa 60 Parkplätzen und einem älteren Baumbestand. Die nördliche Hälfte des Platzes entlang des Nordenwalls soll bebaut werden.
So soll die Kanalkante aussehen: Baustart schon Ende 2018?
Das neue Gebäude soll Wohnraum und Flächen für Dienstleister bieten. Der südliche Abschnitt soll als Parkfläche mit Sitzgelegenheiten angelegt werden. Die Bushaltestelle, die sich an dieser Stelle in der Brüderstraße befindet, solle nach Möglichkeit verlegt werden, sagte Muhle.
Auch der Parkplatz, der sich westlich der Museumsstraße befindet, soll nach Möglichkeit mit einer Blockrandbebauung entlang des Nordenwalls und der Museumsstraße erschlossen werden. Auf dem Grundstück, das sich in privatem Besitz befindet, gibt es derzeit etwa 40 bis 50 Stellplätze für Pkw.
Vom Nordenwall zur Adenauerallee
Der weitere Weg nach Norden führt über den Nordenwall direkt in die Parkanlage des Nordrings. Die Fahrbahndecke des Nordenwalls, der schon deutlich mehr Autoverkehr aufweist, ist hier durchgehend asphaltiert. Die genaue Gestaltung der querenden Wasser-Promenade sei noch nicht abschließend geklärt. Mindestens eine optische Barriere werde es für Autofahrer geben, eventuell auch eine taktile, beispielsweise durch Einarbeitung von Natursteinbändern, mit der der Fußweg eingefasst werden könnte.
Von hier ist der Ausblick frei über die etwa zwei Meter tiefer gelegene Parkfläche des Nordrings. Die heute dort bestehende Treppenanlage neben dem Pahmeyer-Bürogebäude wird überplant. Eine bequem zu erlaufende Rampenanlage wird neben der Treppe den Höhenunterschied überbrücken. Der dort befindliche Parkplatz (etwa 20 Stellplätze) soll ebenfalls beseitigt werden. Der ganze westliche Abschnitt der Grünanlage, der dem Altarm der Lippe vorgelagert ist, soll gärtnerisch neu gestaltet werden. In diesem Bereich soll auch ein Spielplatz entstehen, der unter anderem das Spielschiff aufnimmt, das sich heute nördlich des Lippe-Altarms neben der dortigen historischen Schleusenanlage befindet.
Durch den Nordring zur Adenauerallee
Schnurgerade führt die Wasser-Promenade durch die Ringanlage über den Standort des heutigen Spielplatzes mit dem Spielschiff. Die etwa zwei Meter hohe Böschung hoch zur Adenauerallee wird durch eine zweite Rampenanlage überbrückt. Nun folgt die größte Hürde für die Fußgänger. Das Ziel schon vor Augen, das Wassersportzentrum mit dem vorgelagerten Platz, müssen sie zunächst die intensiv befahrene Adenauerallee queren. Auch hier ist nicht abschließend geklärt, wie der Übergang gestaltet wird. Eine Druckampel befindet sich etwa 100 Meter weiter östlich in Höhe des Gymnasiums Hammonense. Eventuell komme auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in Frage, um den Fußgängern sicheres Geleit zu gewährleisten.

