Wassersportzentrum als zentrales Element
So soll die Kanalkante aussehen: Baustart schon Ende 2018?
Hamm - Große Pläne für die Entwicklung der Hammer Kanalkante: Es gibt endlich einen Siegerentwurf, und dessen Umsetzung beginnt womöglich schon im Herbst 2018.
Beim Architektenwettbewerb zur Gestaltung der Fläche zwischen Gymnasium Hammonense und der Brücke Münsterstraße konnte das Architektenbüro "GREENBOX Landschaftsarchitekten" mit "trint+kreuder d.n.a Architekten" das 19-köpfige Preisgericht mit ihren Konzepten überzeugen. Neben der eigentlichen Gestaltung der Fläche am Kanal habe insbesondere die "klare Verbindungsachse zwischen Innenstadt und Wasser überzeugt", freut sich Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.
So sieht die Wegeverbindung aus
Die barrierefreie Wegeverbindung führt vom Marktplatz und den neu zu entwickelnden Hans-Böckler-Platz durch den Nordring-Park - und wird optisch von attraktiven Grünflächen mit zahlreichen Spiel- und Sitzmöglichkeiten geprägt sein. Hunsteger: "Wir haben das Projekt ,Kanalkante´ immer auch im Kontext zur Innenstadt gedacht, so dass uns nun ein umfassendes Gesamtkonzept vorliegt, das in sämtlichen Bereichen unseren Anforderungen entspricht."
Das Konzept sieht neben der Verbindungsachse zur Innenstadt fünf Teilbereiche vor, die in verschiedenen Bauabschnitten entwickelt werden sollen. "Der fünfte und letzte Baubereich beschreibt die Fläche, auf der gegenwärtig das Wasser- und Schifffahrtsamt angesiedelt ist. Wir werden nun die entsprechenden Gespräche mit der Bundesverwaltung über die Zukunft des Geländes führen", führte der Oberbürgermeister aus.
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Stadt bezahlt Wassersportzentrum
In die Pläne integriert ist das neue Wassersportzentrum, das den sieben Hammer Kanuvereinen eine gemeinsame Heimat bieten wird. Die Stadt Hamm trägt die Kosten des rund vier Millionen Euro teuren Gebäudes und stellt es den Vereinen zur Nutzung zur Verfügung.
Bereits am Donnerstag hatten Vertreter der Kanuvereine und der Stadt Hamm auf Initiative des Sportdezernenten Markus Kreuz einen gemeinsamen "Letter of Intent" unterzeichnet, in dem sie sich eindeutig zum Wassersportzentrum bekennen: "Mit Vereinsleben und frei zugänglicher Gastronomie wird das neue Wassersportzentrum einen wesentlichen Beitrag zur Belebung der Kanalkante leisten", so Sportdezernent Markus Kreuz.
Zehn Jahre Zeit für Umsetzung
Den Beschluss für den Bau des Wassersportzentrums soll der Rat der Stadt Hamm bereits in seiner Mai-Sitzung treffen. "Nach meinen Vorstellungen soll der erste Spatenstich spätestens zu Beginn des Jahres 2019 erfolgen", sagte Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann mit Blick auf die Zeitplanung. "Es ist unsere feste Absicht, die vorgestellten Konzepte so zu verwirklichen – und das so schnell wie möglich. Realistisch ist eine Umsetzung in den kommenden zehn Jahren."
Hotelkomplex ist denkbar
Neben dem Wassersportzentrum sehen die Pläne verschiedene Gebäude unterschiedlicher Größe vor, in denen attraktive Wohnungen ebenso denkbar sind wie Räumlichkeiten für Gastronomie und Gewerbe. "Die Pläne des Architektenbüros zeigen in ihrem Entwurf auch eine mehr als 3000 Quadratmeter große Fläche hinter dem Wassersportzentrum, auf der beispielsweise ein Hotel entstehen könnte", erklärte Stadtbaurätin Rita Schulze Böing. "Was von den Plänen tatsächlich realisiert werden kann, ist am Ende stark davon abhängig, für welche Projekte sich die entsprechenden Investoren finden lassen. Wir werden nun die Akquise starten." - WA

