Stadtwerke-Energie
Gas und Strom in Hamm: Nächste Preiserhöhung schon geplant
Die Stadtwerke erhöhen ihre Preise erneut, bleiben aber im bundesweiten Vergleich einer der günstigsten Versorger. Gute Nachrichten gibt es zudem aus dem Rathaus: Die Gebühren bleiben stabil.
Hamm - Zum 1. Januar 2023 sollen die Tarife für Gas, Strom und Fernwärme erneut steigen, sagte Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) am Donnerstag beim IHK-Wirtschaftsgespräch. Herter ist Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke.
Die Stadtwerke haben die Preise in der Grundversorgung zum 1. Oktober angehoben; für Sondertarife gilt die Erhöhung zum 1. November. Die Strompreise steigen damit um durchschnittlich 5 Prozent; die Gaspreise um 17 Prozent. Solche oder geringere Steigerungen seien für den 1. Januar geplant, sagte Herter. Stadtwerkesprecherin Cornelia Helm bestätigte die Pläne; die Entscheidung solle in einer Aufsichtsratssitzung am 3. November getroffen werden.
Energiepreise in Hamm: Stadtwerke noch immer günstig
Trotz der doppelten Preiserhöhung blieben die Stadtwerke Herter zufolge im bundesweiten Vergleich einer der günstigsten Anbieter. Praktisch alle andere Versorger hätten ihre Tarife häufiger und drastischer erhöht. Im Gasbereich werde man in Hamm auch nach dem 1. Januar unter dem Schwellenwert der geplanten Gaspreisbremse liegen. Nichtsdestotrotz forderte der Oberbürgermeister mit Blick auf die Nöte der Unternehmen eine schnelle Gas- und Strompreisbremse.
Der Aachener Energie-Experte Dr. Michael Ritzau bestätigt die insgesamt eher positive Einschätzung. Und offenbar sieht es auch für die kommenden Monate in Hamm besser als andernorts aus. Die Stadtwerke hätten die notwendigen Strom- und Gasmengen für 2023 bereits eingekauft, sagte Geschäftsführer Jörg Hegemann beim Wirtschaftsgespräch. Für 2024 sei der größte Teil gesichert. Nur für 2025 sei das noch nicht der Fall, hier setzt man auf fallende Preise.
Städtische Gebühren bleiben stabil
Städtische Gebühren und Preise sollen dagegen im kommenden Jahr stabil bleiben. Steigende Kosten werde die Stadt nicht weitergeben, sagte Herter. Das sei auch ein „klares Signal an die örtliche Kaufkraft“. Es gehe im Kern um „klassischen Gebühren“ für Friedhöfe, Abwasser, Abfälle, Deponien und Straßenreinigung, sagte Stadtsprecher Lukaus Huster auf WA-Anfrage. Ob es in anderen Gebührenbereichen Steigerungen geben wird, könne man noch nicht sagen.
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