Eröffnung der Römer-Lippe-Route
Legionäre in Oberwerries: Römer-Kohorte kommt
HAMM - Für Hamm ist bisher keine antike Vergangenheit nachgewiesen, aber ein Römerlager bekommt die Stadt jetzt trotzdem – für ein Wochenende. Legionäre werden zur Eröffnung der Römer-Lippe-Route auf Schloss Oberwerries ein Feldlager aufschlagen.
Gut ein Dutzend Römerlager gab es an der Lippe, in Haltern zum Beispiel, oder in Oberaden. Nun tritt die 1. Römer-Kohorte Opladen am
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Freitagnachmittag in der Lippeaue an, um dem Festakt zur Eröffnung des neuen Radwegs einen passenden Rahmen zu geben. Schließlich orientiert sich die 295-Kilometer-Route von Detmold bis Xanten an den Stätten der römischen Vergangenheit. Beim Tag der offenen Tür am Sonntag geben die Legionäre dann auf Schloss Oberwerries Einblicke ins Lagerleben.
Die Römer aus dem Leverkusener Stadtteil Opladen gibt es bereits seit 1984. Rund 35 Aktive könne der Verein aufbieten, sagt der Vorsitzende,
Info:
Schloss Oberwerries, Sonntag, 28. April, 11 bis 18 Uhr; www.roemercohorte.de
Klaus Schwab. Man sehe sich zwar nicht als Wissenschafts-Club, lege aber Wert auf originalgetreue Ausrüstung und Auftreten. Praktisch alles, was man verwende, sei selbst gemacht. Der Anspruch hat der Kohorte bereits Auftritte bei ARD, ZDF und Arte ermöglicht; außerdem arbeiten die Leichlinger mit den Römermuseen der Landschaftsverbände in Haltern und Xanten zusammen.
Die Opladener Legionäre stellen eine Einheit der „Legio VI Victrix“, der „siegreichen 6. Legion“ dar, die von 70 bis 122 in Neuss und Xanten stationiert war. Eine Legion umfasste rund 5500 Mann, sie war in sechs Kohorten mit je 480 Legionären aufgeteilt. An der Lippe waren die Römer einige Jahre zuvor präsent: Das Legionslager Oberaden entstand 11 v. Chr., wurde aber bereits drei Jahre später aufgegeben. Aus Haltern zogen sich die Römer nach der Varusschlacht im Jahr 9 dauerhaft zurück. - jf