Engpässe bei Medikamenten in Krankenhäusern „mit Ansage“

Medikamentenverpackungen liegen auf einem Tisch
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Knappe Medikamente? In Hammer Krankenhäusern ist dieses Problem nicht akut.

In den Hammer Krankenhäuser gibt es nach wie vor keinen Engpass bei Arzneimitteln. Eigentlich. Denn die Versorgung wird in allen Kliniken dadurch sichergestellt, dass die für die jeweiligen Trägergesellschaften tätigen Zentralapotheken Medikamente selbst herstellen.

Hamm – Denn, auch das sagen die Sprecherinnen aller drei Krankenhäuser: Auf dem „freien“ Markt sind einige Arzneimittel tatsächlich nicht mehr in dem Maße verfügbar, wie das in früheren Jahren war. Und auch das gilt für alle drei Häuser: Medikamentenengpässe seien kein neues Phänomen, es habe sie auch schon vor Corona und der Störung von Lieferketten gegeben; allerdings habe sich die Situation verschärft.

„Wir können zurzeit noch alle Patienten mit den notwendigen Medikamenten versorgen. Die Zentralapotheke hat aber erheblichen Mehraufwand“, teilt Susanne Grobosch vom Evangelischen Krankenhaus mit, das von der Zentralapotheke im Dortmunder St.-Johannes-Hospital beliefert wird. Mehraufwand entstehe dadurch, dass die Mitarbeiter recherchieren müssten, in welchen Ländern benötigte Medikamente verfügbar sind und sie dann über diese Umwege bestellen. Zäpfchen, Fiebersäfte und auch Antibiotika würden dagegen selbst hergestellt – mit denselben Wirkstoffen wie in gekauften Arzneimitteln, versichert Grobosch.

Hersteller melden Lieferprobleme an

Von Engpässen „mit Ansage“ berichtet Bettina Otte, Sprecherin des St.-Marien-Hospitals: Arzneimittelhersteller würden Lieferprobleme so rechtzeitig anmelden, dass die Häuser der St.-Paulus-Gesellschaft rechtzeitig reagieren könnten. „Dann kann eine 800er Dosis eines Schmerzmittels auch in zwei Dosen à 400 gegeben werden, und bei vielen Wirkstoffen gibt es zumindest einen anderen Hersteller“, sagt Otte. Manche Medikamente wie bestimmte Antibiotika seien in Deutschland nur kontingentiert erhältlich, also in begrenzten Mengen vorhanden. „Hier importieren wir auch aus dem Ausland, falls wir mehr davon benötigen, oder stellen Medikamente selbst her.“

„Die aktuelle Versorgung aller Patienten in der St.-Barbara-Klinik ist weiterhin sichergestellt“, teilt Sprecherin Alexandra Janiel mit. Auch dort würden Wirkstoffe eingelagert und Medikamente in den Zentralapotheken der Franziskus-Stiftung hergestellt.

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