„Radfahren verboten“

Diebe auf der „Todesbrücke“: Neue Verbotsschilder wieder weg

Hier fehlt was: Am Schildmast auf der Rampe zur „Todesbrücke“ ist das Radfahr-Verbotsschild verschwunden.
+
Hier fehlt was: Am Schildmast auf der Rampe zur „Todesbrücke“ ist das Radfahr-Verbotsschild verschwunden.

Sollte das Radfahren auf der „Todesbrücke“ in Hamm nun doch wieder offiziell erlaubt sein? Die Verbotsschilder waren jedenfalls plötzlich wieder weg.

Hamm – Nur wenige Tage, nachdem die beiden Schilder „Radfahren verboten“ beidseitig der sogenannten „Todesbrücke“ in Hamm angebracht worden waren, fehlte eines auch schon wieder. Das sorgte bei Nutzern für Irritationen, da es seitdem so ausschaut, dass vom Bahnhof kommend Radfahren nicht erlaubt ist, während vom Nordenfriedhof aus ein Geh- und Radweg ausgeschildert ist.

Neu: Bekommen Sie WA-News als WhatsApp-Nachricht

„Der Diebstahl des Schildes an der Brücke ist seit Ende vergangener Woche bekannt“, teilt nun Stadtsprecher Tom Herberg mit. Verschwunden war es wohl schon Anfang Oktober, die Gründe sind unbekannt. Eine einheitliche Regelung soll jedoch bald wieder erfolgen, so Herberg weiter: „Das Schild wird kurzfristig ersetzt.“

Die Stadtverwaltung hatte die beiden Schilder – eines am Aufgang zur Brücke in Höhe der Hafenstraße, eines am Ende der Rampe neben dem Nordenfriedhof – aufgestellt, um noch deutlicher auf das Verbot für Radfahrer hinzuweisen. Schon zuvor war diese Regelung in Kraft, es wies jedoch nur ein blaues Fußgängerschild darauf hin. Eine beliebte Radstrecke von Bockum-Hövel und Hamm-Norden zum Hauptbahnhof und zurück war der schmale Weg dennoch geblieben. Vom Sattel stieg kaum ein Radler.

ADFC fordert Bau neuer Brücke

Da sich der Verbindungsweg entlang der Gleise trotz des Verbots und der Enge dort oben großer Beliebtheit erfreut, hatte der ADFC Hamm den Schildertausch zum Anlass genommen und den Bau einer neuen Brücke westlich der Gleise als Verbindung vom Norden zur westlichen Innenstadt und zum Bahnhof für Fußgänger und Radfahrer mithilfe von Fördergeldern gefordert. Der Weg erfüllt auch wegen des zu niedrigen Geländers die Anforderungen an einen Radverkehr nicht und kann nach Angaben der Stadt in Zukunft nicht dazu ertüchtigt werden.

Die Ampelkoalition in Hamm möchte die Stadt für Fahrradfahrer viel attraktiver machen. Der Applaus der Angesprochenen ist bislang verhalten - auch und besonders aus Richtung des ADFC.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare