Zusage aus Fünf-Standorte-Programm

Die ersten Millionen fließen nach Hamm - wichtiger Schritt für Mega-Projekt Wasserstoff

Standort Uentrop: Hier soll der Elektrolyseur für die Produktion von Wasserstoff gebaut werden.
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Standort Uentrop: Hier soll der Elektrolyseur für die Produktion von Wasserstoff gebaut werden.

Eines der aktuell größten Zukunftsthemen für die Hammer Wirtschaft ist die Schaffung einer Wasserstoffproduktion in Uentrop. Für dieses Großvorhaben wurde jetzt der nächste wichtige Erfolg erzielt.

Hamm - Zum Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK) am Donnerstag brachte Oberbürgermeister Marc Herter eine gute Nachricht für Hamm mit: Es gab grünes Licht für die Finanzierung der geplanten Wasserstoff-Agentur aus Mitteln des Fünf-Standorte-Programms. In diesem Zuge fließt ein niedriger Millionenbetrag nach Hamm, der für die konkrete Planung und Realisierung des Mega-Projektes durch die Agentur verwendet werden wird.

Die Agentur wird sich künftig auch darum kümmern, dass die einzelnen Teilaspekte wie die Errichtung des Elektrolyseurs, die Umstellung der Hammer Busflotte auf Wasserstoff oder die Umrüstung von Partner-Unternehmen wie zum Beispiel Jäckering im Hammer Hafen auf die neue Energiequelle gefördert wird - dann aber mit deutlich größeren Millionen-Summen.

Herter zur Wasserstoffagentur: „Wir können an den Start gehen“

„Wir sind stolz und glücklich, dass wir beim Fünf-Standorte-Programm den Zuschlag bekommen haben für unsere Wasserstoff-Agentur. Das heißt: Wir können an den Start gehen“, sagte Herter am Donnerstagabend. Es seien nun noch einige Formalitäten zu klären, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) müsse am Ende noch dafür sorgen, dass die formale Förderabwicklung auch eingeleitet werden kann. „Aber wir haben das Sternchen, um sicher zu sein, dass die Wasserstoffagentur nach Hamm kommt. Und damit ist das große Netzwerk - die Wasserstoffallianz der vielen Firmen - gesichert.“

In der aktuellen Phase gehe es noch nicht um die ganz konkreten Investitionen zur Umsetzung der ambitionierten Pläne. „Es geht darum, uns bereit für Investitionen zu machen“, betonte Herter. Die entsprechenden Planungen der unterschiedlichen Unternehmen müssten so aufeinander abgestimmt werden, dass die Mittel am Ende auch fließen. „Das jetzt ist so ein bisschen der Turbo in der ganzen Angelegenheit, um am Ende Wasserstoffregion zu werden.“

Wohl nur wenige Wasserstoffregionen in ganz Deutschland

Und das dürften nur wenige Standorte überhaupt schaffen. „Wir gehen davon aus, dass es wenige Orte geben wird, die sich hinterher als Wasserstoffregion herausbilden“, meinte der OB. „Wir haben eine besondere Lagegunst durch die große Grüne Steckdose, die in Uentrop entsteht und den grünen Strom von der Nordsee hierher transportieren wird. Das ist infrastrukturell der große Vorteil.“

Das andere Pfund für Hamm sei eben das Netzwerk aus Produzenten, denen, die den Wasserstoff abnehmen, denjenigen, die die Anlagen ausrüsten und Infrastruktur zur Verfügung stellen. „Überall dort wird gutes Geld verdient und überall entstehen JObs zu guten Löhnen“, so Herter.

Um den vom Kohleausstieg betroffen Kommunen neue Perspektiven zu eröffnen, will die Bundesregierung die fünf Standorte von Steinkohlekraftwerken Duisburg, Gelsenkirchen, Hamm, Herne und den Kreis Unna bis 2038 mit maximal 662 Millionen Euro unterstützen. Gesucht sind wirksame Förderprojekte für die Stärkung von Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung.

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