Entscheidung gefallen
„R-Café“ zieht ins Wassersportzentrum - wann der Betrieb starten soll
„Extrablatt“- und „Sissi+Franz“-Betreiber Ali Bozdogan wird Pächter der Gastronomie im Wassersportzentrum. Er will dort im März ein „R-Café“ eröffnen, eine familienfreundliche Gastronomie mit Ganztagesprogramm und überschaubaren Preisen.
Hamm – Die Stadt stellte Pächter und Konzept am Mittwoch der Öffentlichkeit vor. Geplant ist ein Ausflugslokal am Wasser, was sich bereits im Namen der neuen Gaststätte andeutet: R steht für River (Fluss). Den Blick aufs Wasser sollen Gäste täglich von 9 Uhr bis nach Mitternacht genießen können. Tagsüber soll es familiengerecht zugehen, abends ist auch ein Barbetrieb vorgesehen.
Pizza, Pasta, Frühstück und saisonale Speisen
Bozdogan verspricht Pizza und Pasta, ein Frühstücks-Buffet und saisonale Speisen. Der Gast soll für zehn bis zwölf Euro speisen können. Ähnlichkeiten mit dem „Café Extrablatt“ sind kein Zufall: „R-Café“ und „Sissi+Franz“ sind Ableger der Emsdettener Kette. Bozdogan vertritt als Franchise-Nehmer in Hamm jetzt alle drei Marken des Unternehmens und setzt auf Synergie-Effekte.
Bei der Stadt dürfte Bozdogans lange Erfahrung in der örtlichen Gastronomie gut angekommen sein. Acht Bewerbungen habe es gegeben, sagte Oberbürgermeister Marc Herter. Drei seien in die engere Wahl gekommen. Man habe sich im Verfahren vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) beraten lassen.
Bozdogan will 600.000 Euro investieren
Bozdogan übernimmt die Räume demnach am 1. Dezember und wird dann erstmal mit dem Ausbau beschäftigt sein. Er werde rund 600.000 Euro in die Liegenschaft investieren, sagte der Gastronom, unter anderem in eine Küche und eine Pergola für den Außenbereich. Er peile ein Eröffnung Mitte März an.
Im Innenbereich sind 70 Plätze vorgesehen; der 800 Quadratmeter große Außenbereich bietet Platz für erheblich mehr. Bozdogan plant mit 25 festangestellten Mitarbeiten und 25 Aushilfen.
Lange Suche nach Gastrobetrieb hat ein Ende
Das Wassersportzentrum war bereits im vergangenen Jahr eröffnet worden; die Gastronomie blieb zunächst jedoch leer. Man habe sich in der Pandemie entschlossen, die Räume zunächst selbst herzurichten, sagte Stadtbaurat Andras Mentz. Sorgfalt gehe hier vor Schnelligkeit.
Kämmerer Markus Kreuz betonte, dass eine öffentlich zugängliche Gastronomie immer zum Konzept des Wassersportzentrums gehört habe. Die Stadt hatte insgesamt sechs Millionen Euro in das Gebäude investiert; der Entwurf des Hammer Architekturbüros Noweck+Pahmeyer war nicht zuletzt wegen der unter dem Bau angelegten Bootshalle gelobt worden.