Hammer Prachtbau mit Potenzial

Wassersportzentrum: Hängepartie für Gastronomie bald beendet?

Wassersportzentrum an der Kanalkante in Hamm.
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Rund um das Wassersportzentrum an der Kanalkante in Hamm plätschert eine wichtige Entscheidung vor sich hin. Im Erdgeschoss soll die Gastronomie einziehen.

Mit etwas Glück wird die Stadt Hamm schon in Kürze den ersten Pächter für die Gastronomie des Wassersportzentrums vorstellen. Die Einrichtung ist zwar schon seit einem Jahr in Betrieb, doch eben dieser Bereich ist nach wie vor leer.

Hamm - Der Kreis der potenziellen Gastronomen für das Referenzprojekt an der Kanalkante ist von acht auf einen zusammengeschrumpft. Entsprechende Gerüchte bestätigte Rathaussprecher Lukas Huster am Mittwoch auf WA-Nachfrage zumindest im Kern. Er betonte jedoch, dass die „Verhandlungen noch nicht beendet“ seien und „noch kein Vertrag unterschrieben“ sei. Gleichzeitig sei man optimistisch, die Personalie über kurz oder lang endlich vom Tisch zu haben. Sollte es nicht auf den aktuellen Favoriten hinauslaufen, gebe es ja noch weitere Kandidaten aus einem zuletzt eng gezogenen Kreis.

Konkreter wollte Huster sich dem WA gegenüber nicht äußern. Damit bleibt bis auf Weiteres unklar, um welche Person es sich handelt, ob er aus Hamm kommt, welche Art von Gastronomie er (oder sie) installieren möchte und ob dafür nennenswerte Zugeständnisse gemacht wurden oder größere Umbauarbeiten anstehen. Nach WA-Informationen hatten sich in der Vergangenheit immer wieder Gastronomen kritisch über die im Wassersportzentrum verbauten Grundlagen geäußert.

Selbst wenn die Pächter-Personalie in Kürze veröffentlicht werden sollte, wird die 264 Quadratmeter Gastrofläche im Erdgeschoss wohl kaum vor dem Frühjahr belebt. Nicht nur die Unsicherheit mit Blick auf die Corona-Entwicklung und die allgemeine Personalnot dürfte gegen eine schnelle Eröffnung sprechen, sondern vor allem auch die Tatsache, dass die große Außengastronomie ein essenziell wichtiger Faktor für die Wirtschaftlichkeit sein wird.

Gastronomie im Wassersportzentrum: Suche schon seit 2019

Laut Ausschreibung suchte die Stadt für das Wassersportzentrum einen „Betreiber, der mit seinem kulinarischen Angebot in einladender Atmosphäre neue Maßstäbe setzt“. Eine Gesamtfläche von rund 264 Quadratmetern stünde zur Verfügung: 175 davon entfallen auf den Gastraum mit bis zu 70 Sitzplätzen sowie Theke und Getränkeausgabe. Die Größe der Außenflächen wurde darüber hinaus mit rund 800 Quadratmetern angeben.

Das Wassersportzentrum ist mit viel Platz für die Außengastronomie ausgestattet.

Erstmals hatte die Stadt Hamm ihre Fühler nach einem Gastropächter zeitgleich mit dem Baubeginn 2019 ausgestreckt. Im März 2020 kam Corona, im Frühjahr 2021 wurde eine offizielle und bis zum 9. Mai befristete Ausschreibung veröffentlicht. Diese hinterließ einen achtteiligen Bewerberkreis, der auch den aktuellen Favoriten einschloss.

Gastronomie im Wassersportzentrum: Vorschlag der Linken

Mit Blick auf die Gastro-Hängepartie hatte die Linkspartei jüngst einen kommunalen Eigenbetrieb ins Gespräch gebracht. Die Verwaltung solle von der zuständigen BV Mitte beauftragt werden, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln, hieß es in einer Pressemitteilung: „Gerade vor dem Hintergrund der begonnenen Arbeiten an der sogenannten Sichtachse zwischen Marktplatz und Kanalkante ist eine zeitnahe Belebung des Wassersportzentrums unabdingbar. Gebäudeleerstände laden zu Vielem ein, nur nicht zum Verweilen.“

„Grundsätzlich angelehnt an das Konzept Schloss Oberwerries, allerdings mit der Prämisse, die Gastronomie als integrativen Betrieb zu gestalten“, konkretisierten die Linken. „Die Stadt Hamm ist ein nahezu weißer Fleck auf der integrativen Landkarte in NRW. Durch diese Konzeption ist es zudem möglich, Refinanzierungsmöglichkeiten zu akquirieren.“ Ansprech- oder Kooperationspartner könnten dabei sowohl die Lebenshilfe Hamm, das Kolpingwerk Hamm (Wäscherei, DasMarkt) oder die Malteser Werke sein.

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