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Schon wieder! Lkw bleibt unter der Brücke stecken

Der LKW-Fahrer steht vor seinem eingeklemmten Sattelzug.
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Der LKW-Fahrer steht vor seinem eingeklemmten Sattelzug.

[UPDATE 14.30 Uhr] HAMM - Das hat dann doch nicht gepasst: Am Dienstagmorgen hat ein Lkw gegen 9.15 Uhr vergeblich versucht, die Brücke an der Kreuzung Neue Bahnhofstraße/Schwarzer Weg in Richtung Westen auf der Wilhelmstraße zu durchfahren. Er ist bereits der zweite LKW-Fahrer 2013, der dort stecken blieb.

Das laute Knirschen oberhalb des Führerhauses hat dem Fahrer schonungslos signalisiert: Das war zu eng! Nach nur wenigen Metern war der Wagen des Transporters aus dem Landkreis Oder-Spree an der Kreuzung Neue Bahnhofstraße/Schwarzer Weg unter der Bahnbrücke steckengeblieben. Zu einer großartigen Verkehrsbehinderung kam es nicht. Nach dem Vorfall konnte der Fahrer seinen Wagen recht zügig entfernen.

Das passte nicht.

Diese Brücke dürfen nur Fahrzeuge mit einer maximalen Höhe von 3,50 Metern passieren, sonst könnte es krachen. Im vergangenen Jahr waren es nach Informationen der Hammer Polizei zwölf LKW-Fahrer, denen genau das an der gleichen Stelle geschehen ist. Einer der Fahrer sei außerdem geflüchtet. Auch an der Bahnunterführung Alleestraße würde dies vorkommen, allerdings sei die Brücke an der Wilhelmstraße am häufigsten betroffen, so Polizeisprecher Ulrich Biermann

"Oftmals gehen die Fahrer davon aus, dass die Toleranzgrenze hoch genug ist und es noch ausreicht", sagt Biermann. Die LKW-Fahrer müssten ansonsten einen großen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie nicht unter der Brücke durchfahren. Die Sachschäden wurden bei derartigen Unfällen in Hamm bisher zwischen 500 und 10.000 Euro beziffert. Zudem muss jedes Mal ein Bahnbrücken-Sachverständiger der Deutschen Bahn hinzu gezogen werden. Jedoch sind laut Bahnsprecher die Schäden an den Brücken nach den LKW Unfällen relativ gering, so dass bezüglich Statik an den Bauwerken meistens keine Gefahr besteht. 

Den LKW-Fahrer selbst erwartet laut Biermann im Übrigen ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro. Ob die Versicherung die Kosten für die Schäden am LKW und an der Brücke übernimmt, sei vertraglich individuell geregelt.

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Deutschlandweit kommt es nach diversen Medienberichten auch zu solchen Brückenunfällen, weil sich die Lkw-Fahrer blind auf Navigationssysteme verlassen. Wenn ein "Navi" keinen Warnhinweis gibt, dass eine Brücke mit Mindesthöhe kommt, kann die Fahrt schnell beendet sein. Hamm ist übrigens zusammen mit der Stadt Dortmund seit Ende 2010 an einem Projekt beteiligt, dass eben genau dieses Problem verhindern soll: Forscher haben ein Leitsystem für LKW entwickelt, das auch auf herkömmlichen Auto-Navis funktioniert. Neben anderen Hinweisen für LKW-Fahrer werden vor allem die Durchfahrtshöhen in dieser Software angezeigt.

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